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Die Wahrheit über die Seele

 

Liebe Schwester, lieber Bruder,

Seele / Psyche ist nicht wissenschaftlich definiert

wir wissen, dass jeder Psychologieprofessor weiß, dass Seele / Psyche nicht wissenschaftlich definiert ist.

Deswegen gibt es keine wissenschaftliche Psychologie und erst recht keine wissenschaftliche Psychotherapie.

Es gibt nur ein Stochern im Nebel.

Das Problem: wir haben nicht eine, sondern mehrere 'Seelen'

Das Problem: wir haben nicht eine, sondern mehrere 'Seelen'.

 

Erstens:
die Körperseele oder Tierseele ('Inneres Kind'?)

 

Viele empfinden das, dass Tiere – zumindest hochentwickelte Säugetiere – eine 'Seele' haben. Da Menschen hochentwickelte Säugetierkörper haben ('sind'), haben sie auch diese 'animalische Seele':wir nennen sie die Körperseele oder Tierseele oder auch den Wilden Menschen in uns (auch unteres oder niederes Selbst genannt); wo ihr Geheimnis nicht richtig verstanden wird, wird sie auch gern das 'Innere Kind' genannt, besonders, wenn sie sehr traumatisiert ist


Sie ruht zwischen Leber und Milz und ist eine eigene mysterienvolle Wesenheit vormenschlichen Aussehens (vielfach beschrieben in esoterischer Literatur von Menschen, die ihr begegnet sind), die sich in sehr emotionalen Situationen, positiven wie negativen, zu ihrer ganzen Größe entfalten / uns überragen kann und über eine große Liebe und Hingabe, aber auch über einen großen Zorn verfügt (wie wir das zum Beispiel von einem Hund kennen).

 

 

Zweitens:
die Mensch- oder Persönlichkeitsseele

 

 Unsere animalische Seele wird aber dominiert von unserer Mensch- oder Persönlichkeitsseele ('mittleres Selbst'), die für sie ein Gott ist, als dessen Diener sie sich versteht.
In frühester Kindheit schon löst sich unsere Mensch- oder Persönlichkeitsseele von der Körperseele, um ihre eigenen Wege der 'Persönlichkeitsbildung' oder –entfaltung zu gehen: "alles wissen wollen, alles können wollen, alles haben wollen, alles sein wollen";
dadurch gerät sie in eine Grundspannung und Grundspaltung gegenüber der Körperseele:

Im Körper sein heißt in der Gegenwart sein

anders als bei einem Affenbaby oder Hundewelpen ist sie oft 'nicht im Körper', verliert sie ihr 'Körpergefühl' für Hunger und Durst, Wärme und Kälte, Müdigkeit, Umgebung / Terrain –
Ursache für die unzähligen 'Fehlleistungen', wie man sie schon bei kleinen Kindern kennt.

 

Das Mysterium, wie es dazu kommt, dass unsere Seele in einem Säugetierkörper lebt, genauer: dass unsere Mensch- oder Persönlichkeitsseele eine Körper- oder Tierseele als 'Diener' benutzt, ist nur scheinbar geklärt:
die einen sagen, sie sei eine evolutionäre Weiterentwicklung des Körperlichen;
die anderen sagen, sie habe sich selbst einen Körper geschaffen oder schaffen lassen, um ein Wahrnehmungs- und Handlungsinstrument auf dieser Ebene zu haben.


Für die 'Wissenden' (Gnostiker, altgriechisch) ist sie das Instrument zur Auferweckung der 'erloschenen' Gott- oder Lichtseele in uns.

 

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 Drittens:
die Gott- oder Lichtseele

 

Gibt es etwas 'Göttliches' im Menschen?

Wenn nun heute immer mehr von dem 'Göttlichen' in uns gesprochen wird, so fühlt sich das zunächst noch sehr schwammig und 'undefiniert' an.

Ist das 'Göttliche' in uns eine persönliche oder charakterliche Eigenschaft?
  • Ist das 'Göttliche' in uns eine persönliche oder charakterliche Eigenschaft? Tugenden, Liebe, Güte, Barmherzigkeit, Mitgefühl?
  • Oder ist es ein Bewusstseinszustand? 'Kosmisches Bewusstsein', 'Einheitsbewusstsein', 'Erleuchtung' oder Ähnliches?
  • Oder ist es ein Prinzip, eine Anlage oder Veranlagung, eine Tendenz?
  • Oder ein Substrat, etwas Materielles, Dingliches, Wesenhaftes, Persönliches?!?

In den 'inneren Wissenschaften' (esotera, altgriechisch) spricht man dann gern vom höheren Selbst eines Menschen im Unterschied zum unteren / niederen Selbst (Körperselbst) und mittleren Selbst (Seelenselbst), also einem Geistselbst;

Das Geheimnis des 'Geistselbstes' – nur ein höherer Aspekt des Seelenselbstes!

womit aber normalerweise nur ein höherer Aspekt der Seele gemeint ist:

 

das sogenannte dreifache Geist-Ego oder die 'höhere Trinität', bestehend aus dem 1. 'Weisheitskörper' (Intuition / Inspiration / 'höheres Gedankenleben' o. ä.), dem 2. 'Liebes- oder Seligkeitskörper' ('höheres Gefühlsleben' o.ä.) und dem 3. 'Machtkörper' (Kreationsfähigkeit o.ä.), entsprechend den 'ersten drei Strahlen Gottes' in uns: All-Wissen, All-Liebe und All-Macht).

Unter Geist wird vieles verstanden.

Manche verstehen unter 'Körper-Seele-Geist' das Physiologische, Emotionale und Mentale; also unter 'Geist' das an Denkvermögen, was den Menschen vom Tier unterscheidet.

In der klassischen Unterteilung wird aber unter Geist etwas anderes verstanden: eine 'Schwingung', eine 'Strahlung', eine Kraft, ein unsichtbarer Wind, Hauch oder Atem, so die Originalbedeutung bei den Alten (Pneuma und Spiritus bei den Griechen und Römern, Ruach bei den Hebräern etc.).

Manchen genügt auch eine Unterscheidung 'Körper-Geist' oder 'Körper-Bewusstsein';
dann ist das, was wir seelisch nennen können, ob gut oder schlecht, nur ein Appendix, ein Anhängsel oder eine Eigenschaft des Geistes oder Bewusstseins, wie im Buddhismus.

Im Buddhismus ist gleichzeitig die Rede von einer 'Buddha- oder Licht-Natur', die allen Wesen innewohnt, auch Tieren und Pflanzen.

Um was kann es sich handeln?

Wir sprechen vom 'Juwel in der Lotusblüte' (esoterischer Buddhismus), Samenkorn Jesu (esoterisches Christentum), Rosenknospe des Herzens (Rosenkreuzer), Perle im Schmutz (Manichäer) etc.
Es ist ein Samenkorn oder 'Keimatom', ein 'Mikrochip des Lichts' mit dem 'Bild des himmlischen Menschen' in uns ("1. Korinther-Brief" 15, 49), an der rechten Spitze des Herzens ( = dem mathematischen Mittelpunkt unseres persönlichen kugelförmigen Kraftfeldes, auch Mikrokosmos genannt, ca. 5-6 m Durchmesser, um den herum unsere Körper aufgebaut sind):
aus dem das in uns in einem latenten vorkosmischen Schlaf versunkene Lichtwesen erwachsen kann, wenn es erwacht und sich zum neuen 'inneren Menschen' entfaltet ("2. Korinther-Brief" 4, 16):

 

"Dieses Erwachen kann geschehen, wenn unser Bewusstsein ("Ich") sich 'bekehrt / 'umkehrt' = seine Lebensorientierung ändert in Richtung 'Überpersönliches'

und dabei feststellt, dass es = unser "Ich" weder seine Körperseele noch seine Persönlichkeitsseele ist."

Die Lichtseele in uns kann erwachen, wenn wir durch Leidenserfahrungen beginnen, unsere Sehnsucht nach dem 'Nicht-Seinmüssen' zu leben…

Das wiederum kann geschehen, wenn wir durch Leidenserfahrungen beginnen, von uns Abstand zu nehmen, alle Anhaftung an das Sein loszulassen und nur noch unsere Sehnsucht nach dem 'Nicht-Seinmüssen' zu leben:

wie der Tropfen aufzugehen im Meer oder der Funke im Feuer – und alles Begehren in 'Heilsbegehren' zu verwandeln, christlich gesprochen; "sich aufzugeben ist Genuss" (Goethe in "Eins und alles").

Woran erkenne ich meine Lichtseele?

So kommt ein neues Moment in unser Leben: wir werden großmütig, geduldig, liebevoll – Eigenschaften, die wir von unserer 'Tierseele' nicht kennen und die auch nicht automatisch eingepflanzt sind in unsere Mensch- oder Persönlichkeitsseele;

gleichzeitig werden wir aber auch unruhig, wahrheits- und gottsuchend.

 

Viertens:
die Gegenseele, Schatten- oder Dämonenseele

 

SANY0552 MobilIm Zusammenhang mit der charakterlichen Entwicklung unserer Mensch- oder Persönlichkeitsseele bildet sich nun auch eine Gegenseele in uns heraus, die unter dem Namen bekannt ist: Schatten- oder Dämonenseele (in Verwechslung mit unserer Körper- oder Tierseele, dem Wilden Wesen in uns gleichfalls manchmal 'Inneres Kind' genannt, besonders wenn diese sehr traumatisiert ist).

Sie entsteht – wie bei den gefallenen göttlichen Hierarchien, die zu Dämonen geworden sind -, wenn wir auf Leidenserfahrungen (Mangel-Defizit / Bedarf-Bedürftigkeit / Bedrohung / Nicht-Erfüllung etc.) nicht mit Demut, Annahme und Gebet reagieren, sondern mit Wut, Weigerung und Widerstand:

Die Bewusstseins- oder Seelenräume in unserem Mikrokosmos sind wie Gebete, die gute oder schlechte makrokosmische Energiefelder ernähren…

So wie die positiven Bewusstseins- oder Seelenräume in unserem Mikrokosmos globale / makrokosmische positive Kraftfelder ernähren ('Engel / Devas / Götter und Göttinnen') und ihrerseits Ableger / Filialen von ihnen sind ( = Göttinnen der Liebe, des Friedens, des Mitleids, der Freude –"schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium" - etc.):

so ernähren negative Eigenschaften und Verhaltensweisen gleichfalls, wie Gebete, globale / makrokosmische negative Kraftelder (Dämonen und Dämoninnen), als deren gleichfalls Ableger / Filialen, und werden von ihnen angestachelt, sie zu ernähren, wie die Alten wussten (zum Beispiel auch durch Massenhysterien der Euphorie, des Fanatismus, der Angst, der Aggression, des religiösen Rausches etc.);

so heißen zum Beispiel die drei Gehilfinnen König Maras, des Herrschers der Dämonen im Buddhismus, Tanha: die Gier, Rati: die Lust, Arati: die Unlust / Unzufriedenheit = gott- oder dämongewordene Seelenräume 'Satans':

Erkennen wir uns oder unsere Kinder darin wieder?

  • Das Empfinden von BEDÜRFTIGKEIT (körperlich-seelisch-geistig) wird zu körperlicher, seelischer oder geistiger (Hab)Gier, (Hab)Sucht, Unmäßigkeit / Maßlosigkeit, Gefräßigkeit, Völlerei, Unersättlichkeit, Geiz, 'Selbstsucht' etc.:
    TANHA, die Göttin der Gier im Buddhismus (Gier nach Existenz, aber auch nach Nicht-Existenz); AZ im Manichäismus; AVARITIA bei den Römern, auch INTEMPERANTIA, die Göttin der Unmäßigkeit / Zügellosigkeit / Nicht-Beherrschung etc.;
  • Das Empfinden von BEFRIEDIGUNG solcher Bedürftigkeit als "Lust / Wollust" o. ä. wird zu körperlicher, seelischer oder geistiger Ausschweifung / Suchtverhalten / Verhaltenssucht / 'Besessenheiten' etc. -
    körperlich: 'Lust' auf Essen, Sexualität, Drogen etc.;
    seelisch: 'Lust' auf Wahrnehmung / 'Wissen' / Information / seelische Betätigung (z. B. Denkzwänge, Mediensucht etc.); 'Lust' auf 'Menschen' (Kraftraub, 'Stalking' etc.) / 'Lust' auf Sprechen ( = Missbrauch der Sprachmagie, Sprechzwänge / Schwatzsucht etc., eine Form des Kraftraubs oder Äthervampirismus), 'Lust' auf Betätigung (Handlungszwänge / 'Ticks' etc.);
    'geistig': 'Lust' auf 'Fanatismus' (ideologisch / politisch / religiös / sportlich etc.):
    RATI, die Göttin der Lust, des Begehrens, der Wollust im Buddhismus; VOLUPTAS bei den Römern etc.;
  • Das Empfinden von Versagung / Nicht-Erfüllung ('Frustration') wird zu Unzufriedenheit, Ärger, Bedrückung / Niedergeschlagenheit, Melancholie-'Elegie', Trübsinn / 'Depression', Negativität etc.:
    ARATI, die Göttin der Unzufriedenheit /Frustration / Nicht-Erfüllung im Buddhismus; DHUMAVATI im Hinduismus; ACHLYS, die altgriechische Göttin der Dunkelheit und tiefen Trauer, des Jammers, des Klagens, römisch LUCTUS etc.;
  • verbunden damit zum Beispiel Blockiertsein, Lähmung (körperlich und seelisch), Antriebslosigkeit, Motivationslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Negativität, Defätismus, Faulheit / Müßiggang / Trägheit / Flucht in den Schlaf / Schlafsucht etc.:
    AERGÍA, die Göttin des Nichttuns bei den alten Griechen, als Gehilfin von HYPNOS, dem Dämon des Schlafs; SOCORDIA / IGNAVIA bei den Römern etc.;
  • aber auch Jähzorn, Rachsucht, Bösigkeit, Hass ('glühend oder kalt'), Bestrafungsbedürfnis (sich selbst und anderen gegenüber), Sadismus, 'Mordlust' (Energiegewinnung durch Töten von Erwachsenen oder Kindern), Vernichtungssucht etc.:
    die Göttin KALI = "die Schwarze" im Hinduismus; der altsemitische Gott MOLOCH; ARES-MARS bei den alten Griechen und Römern, auch IRA, ULTIO o. ä. etc. (wir nennen es den Gott "T-REX");
  • oder Nicht-Wahrhaben-Wollen ('Ohren / Sinne auf Durchzug stellen' / Nicht-wahrnehmen-Wollen), Verdrängen- und Vergessen-Wollen, Ablenkung, Ersatzbefriedigung, Flucht in 'innere Filme' (z.B. auch Subdämonen, die aus der Verleugnung / Unterdrückung / Negation des 'Schattens' entstehen) etc.:
    die altgriechische Göttin LETHE, lateinisch OBLICIO etc. ("von ihr ist relativ wenig bekannt, außer dass sie zusammen mit Hesychía [Quies] [ = der (gewalttätigen) falschen Ruhe, 'Friedhofsruhe'] und Aergía [der Dämonin der Trägheit] das Reich des Hypnos [des Gottes des Schlafs] bewachen soll. Daher wird auch beschrieben, dass sich vor der Grotte eine schläfrige und träge Wirkung auf einen überträgt" [Wikipedia]) etc.;
  • alternativ auch Beschönigungs-Komplexe, 'positive Selbst-Einredungen': wir nennen es den Gott "DONUT" etc.;
  • sowie 'seelischer Selbstmord', Unterdrückung von Gefühlen, Impulsen und Bedürfnissen bis hin zu umfassender Fühl- und Seelenlosigkeit und damit zum Erlöschen von Einfühlungsvermögen; zu Seelenkälte, Härte, Mitleidlosigkeit / Nicht-Empathie, Ignoranz, Selbstverachtung / Selbsthass, Nur-noch-seine-('Friedhofs-)Ruhe-haben-Wollen ('vor sich selbst!'); Erlöschen aller seelischen Dynamik (Interesse, Motivation, Engagement), 'Cool- oder Gelassensein-Wollen';
    evtl. verbunden mit Verurteilung / Kritiksucht sich selber und anderen gegenüber, die sich nicht so selbstunterdrücken / beherrschen können, Negativität ('Hackebeilchen-Prinzip' = alles schlecht machen müssen; "gibt es nicht etwas, das ich verurteilen kann?") etc.:
    wir nennen es den Gott "FRIGOR";
  • Erreichens- oder Siegesgefühle wiederum werden zu Selbstbewunderung, Selbstherrlichkeit, Überheblichkeit /Arroganz, Eitelkeit, Verachtung etc.:
    die antiken Götter HYBRIS /SUPERBIA etc.;
  • Unzulänglichkeits- und Unterlegenheitserfahrungen hingegen führen zu Minderwertigkeits-Komplexen, Scheelsucht, 'strategischem Denken', Hinterlist, Betrug, Täuschung, Irreführung, Verführung, Manipulation etc.:
    die antiken Gottheiten der List: DOLOS / DOLUS; der Lüge: MENDACIUM; LAVERNA, die Schutzgöttin der Diebe und Betrüger etc.;
  • das natürliche Bedürfnis, stets die Oberhand / Kontrolle zu behalten, sich abzusichern etc., wird zu Kontroll-Zwängen, Zwangshandlungen etc.;
  • Angst wird zur Phobie: die antiken Gottheiten PHOBOS / TIMOR etc.;
  • Disharmonie / Auseinandersetzung wird zu Zwietracht, Streitsucht, Streitlust:
    ERIS bei den alten Griechen, DISCORDIA / ALTERCATIO / PUGNA bei den Römern etc.;
  • Verzweiflung / Verwirrung / Entsetzen etc. werden zu 'Verrücktheit', Gespaltenheit, Flucht in den Wahnsinn (z.B. den Narren spielen sich selbst und anderen gegenüber o.ä.), Raserei etc.: LYSSA / FUROR, der Gott des Wahnsinns und der Raserei in der Antike, auch RABIES / IRA o. ä.;

Quasi ein Panoptikum der Reaktionen auf Nicht-Erfüllung, Nicht-Befriedigung der Bedürfnisse finden wir im Hinduismus bei der tantrischen Göttin "Dhumavati (Sanskrit धूमावती Dhūmāvatī 'die Rauchende'). Sie ist die ewig Durst und Hunger Leidende und verkörpert somit unbefriedigte Bedürfnisse. Sie steht besonders in enger Verbindung zu Unglück, Armut, Entbehrung, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Unreinheit, Demütigung, Niederlage, Verlust, Enttäuschung, Frustration, Elend, Krankheit und Leid.

Dhumavati steht für die Überlegenheit der Macht der Natur gegenüber allen anderen Kräften und damit für die Unüberwindbarkeit des Todes.Sie verfügt über ein erhebliches ugra- (gewalttätiges) Potential. In mittelalterlichen tantrischen Quellen wird sie mit der Vernichtung, Beherrschung, Schädigung, Bannung, Lähmung und Unschädlichmachung von Feinden verbunden (uccatana). Dort wird sie ausschließlich und einheitlich als gefahrvoll, bedrohlich, kriegerisch, zerstörerisch, unheilvoll und angsteinflößend betrachtet. Ihre Siddhi ist der Tod.

Dhumavati personifiziert die Zerstörung der Welt durch Feuer, wenn nur noch der Rauch der Asche übrig bleibt.Trotz ihres überwiegend unheilvollen Charakters wird sie in ihrer 1000-Namen-Hymne aber auch mit positiven Namen und Eigenschaften belegt. Darin erscheint sie morgens als junges Mädchen, tagsüber als verheiratet und abends als Witwe. Dort wird sie auch mit dem Gewähren von Nachwuchs verbunden. Außen hart, wird sie innerlich als mitfühlend und weichherzig beschrieben.

Die Göttin ist einsam, traurig, schädigend, unsicher, rau, unzugänglich, mürrisch, unzufrieden, indifferent, gequält, spröde, unbeständig, missgünstig, arglistig, angespannt, gierig und leicht zornig und hat, manchen Quellen zufolge, einen enormen sexuellen Appetit.Sie fängt gerne Streit an und sorgt für Missverständnisse.

Dhumavati existiert in der Form von Rauch und kann sich wie dieser überall hinbewegen. Sie repräsentiert die Haftung an alles Irdische und verkörpert somit die Guna der Tamas ('Unwissenheit, Trägheit, Dunkelheit, negative Kräfte') und repräsentiert die daraus resultierende Unzufriedenheit.Dhumavati verweist auf die Nichtigkeit weltlicher Bedürfnisse und umfassende Erkenntnis und wird dadurch zur Göttin der Illusion (Maya).

Ihre Feinde soll sie durch stechenden Rauch besiegen können, ebenso kann sie ihre Adepten darin verbergen. Dhumavatis Beinamen sind: Alakshmi ('Unglück'), Daridra ('Armut'), Vidhiva ('Witwe'), Nirrti ('Elend') und Jyestha ('die Älteste')." (Wikipedia)

 

Von Kindesbeinen an:
der Pakt mit den Mechanismen = Dämonismen

 

"Die ich rief, die Geister, Werd ich nun nicht los!"

Goethe, "Der Zauberlehrling"

All diese beschriebenen Bewusstseins- oder Seelenräume und Seelentätigkeiten in unserem Mikrokosmos, bei den einzelnen unterschiedlich verteilt und gewichtet, generieren also von frühester Kindheit an unser Schatten- oder Dämonen-Ich:

das sich wie ein Firnis auf alle 'körperlichen, seelischen und geistigen' Bedürfnisse legt und auch unser Seelenwesen – 'mittleres Selbst' oder Persönlichkeitsseele - in seiner Not verführt oder erpresst, von Kindheit an ein Bündnis mit ihm zu schließen:

und solche Eigenschaften und Verhaltensweisen, die ihm eigentlich zuwider sind, als Pseudo-Hilfen zu charakterlichen und seelischen Qualitäten und 'Mechanismen' zu machen.

Zusätzlich können sich natürlich im Leben auch die verschiedensten Fremdwesenheiten auf uns legen, verstorbene 'erdgebundene' Seelen oder ihre 'Astralfragmente', Naturgeister, Elementale oder Wesenheiten größeren Kalibers, die dann alle Aspekte, Bestandteile oder Konstituentia meines Schatten- oder Dämonen-Ichs werden können…

In den 'inneren Wissenschaften' ist die Schatten- oder Dämonenseele auch als aurisches Wesen oder 'Luzifer-Ich' ('Ahriman-Ich') bekannt, so wie man die Lichtseele christlich gerne auch Christus-Ich nennt.

Die Schatten- oder Dämonen-Seele bildet sich unter dem Einfluss der Familienfelder ('Familiendämonen') bereits in frühester Kindheit heraus und versucht, im Laufe des Lebens immer mehr die Kontrolle über uns zu gewinnen und zu verhindern, dass wir den Weg der Heilung und Befreiung gehen.

Aber was kann dann "Heilung und Befreiung" heißen?!?

Wer oder was in uns ist 'unheil' oder 'krank'?!?

 

Ich muss mir andere Bündnispartner suchen

 

Wir sprechen gern von 'Traumatisiertheit', das heißt Verletztheit, von altgriechisch Trauma = Verletzung, Wunde - wobei auch körperliche Verletzungen, zum Beispiel durch Unfälle, Angriffe, Naturkatastrophen etc., schon bei Tieren seelische Wunden schlagen können ('Tierseele')!

So wird mit 'traumatisiert' psychologisch nicht die Verletzung als solche bezeichnet, sondern was wir daraus 'gemacht' haben oder 'machen', wie wir damit umgegangen sind oder umgehen können, auch abhängig davon, ob die Verletzung schlagartig geschieht ('Schock') oder schleichend.

Das können äußerliche, 'körperliche' Unfälle, Katastrophen, Schicksalsschläge sein ebenso wie Verluste, wiederholte Scheiternserfahrungen, aber auch innerliche, seelische Erfahrungen wie etwa das weitverbreitete, quasi alltägliche Besessenwerden von unsichtbaren Wesen / Ätherparasiten aller Art etc.

Das Geheimnis der Angst

Es ist oft gerade das beschriebene Körperwesen als 'Tierseele', das wie andere Tiere über hellsichtige Fähigkeiten verfügt und in unserem Bauch in Ängste vor den dunklen selbstgeschaffenen oder aufgerufenen Energiekomplexen in uns ausbricht, während unsere 'Persönlichkeitsseele' sich diese 'Phobien' nicht erklären kann (oder in 'Ersatz- oder Sekundärphobien' ausweicht):

so wie das Pferd vor einem unsichtbaren Hindernis scheut oder der Hund einen unsichtbaren Gegner anbellt – dem die Menschen oft nur noch durch die Flucht in Drogen begegnen, weil sie die 'Energien nicht aushalten'…

Wir sprechen von der Fähigkeit, etwas seelisch zu be- oder verarbeiten oder auszuhalten, man spricht auch von Resilienz = 'Widerstandsfähigkeit', besser Bearbeitungsfähigkeit!

So können wir alle möglichen oben aufgeführten Reaktionen auf 'Leben' in seiner permanenten Verletzungspotenz ("Leben ist Leiden"), wie sie unser Dämonen- oder Schatten-Ich generieren, als solche seelischen Bearbeitungs- oder Nichtbearbeitungsreaktionen ansehen.

"Du, lass dich nicht verhärten in dieser harten Zeit", singt Wolfgang Biermann, aber genau das geschieht:

  • Unterdrückung / Verdrängung von Impulsen und Bedürfnissen;
  • Unterdrückung / Verdrängung von Gefühlen des Leidens wie Schmerz, Angst, Entsetzen, Fassungslosigkeit, Aggression / Autoaggression, 'seelischer Selbstmord', Hass ('kalt oder glühend'), Verzweiflung, Traurigkeit, Bitterkeit etc. –
  •  mit den Folgen seelischer Empfindungsunfähigkeit, Fühl- und Seelenlosigkeit, Verurteilung anderer, die sich nicht so gut unterdrücken können / 'sich gehenlassen' etc.;
  •  oder Ignoranz (Interesselosigkeit, Antriebslosigkeit, Motivationslosigkeit), Seelenkälte, Seelenhärte, Empathie- / Mitleidlosigkeit, Erlöschen aller seelischen Dynamik…
  •  oder Flucht in 'innere Filme', Verrücktheit, Abheben-Abdriften, Ungeerdet-Sein ('nicht im Körper sein'), Gespaltenheit, Phobien, Flucht in den Wahnsinn etc.;
  •  'Trübsinn', Hoffnungslosigkeit, Defätismus, Negativität;
  •  Suchtverhalten / Verhaltenssucht als 'Ersatzbefriedigung' (offensiv) oder weil man die selbstgeschaffenen oder aufgerufenen Dämonen nicht mehr aushalten kann (defensiv);
  •  Bösigkeit, Rachsucht gegenüber allem und jedem, was unser Sein-Können behindert, Hadern mit Gott, der Welt, anderen Menschen, dem Schicksal etc. – und wenn ich den wahren Feind nicht identifizieren kann, dann projiziere ich alles auf einen von mir auserwählten 'Sündenbock'…

Wir können gut verstehen, dass und warum eine 'Psychologie', die diese Zusammenhänge nicht kennt, niemals wirklich heilen kann.

Liebe Schwester, lieber Bruder, wir können gut verstehen, dass und warum eine 'Psychologie', die diese Zusammenhänge nicht kennt, niemals wirklich heilen kann.

Als erstes können wir verstehen, dass die Abgrenzung 'seelisch heil / gesund' von 'seelisch unheil / krank' schwer aufrechtzuerhalten ist.

Als zweites können wir verstehen, dass und warum seelische oder 'psycho-energetische' Beeinträchtigungen, Belastungen, Blockierungen, 'Komplexe', 'Konflikte' etc. nichts sind, was nichts mit uns zu tun hat, mit unserem Umgang mit uns selbst; wahrscheinlich körperliche Belastungen, Krankheiten etc. ebenso wenig – auch wenn wir durch unsere genetischen, energetischen etc. Einflüsse dazu getrieben werden.
Das heißt, wir sind die 'Täter' unseres Schicksals, gleichzeitig aber auch die Opfer…

"Wer nie sein Brot mit Tränen aß, /
Wer nie die kummervollen Nächte /
Auf seinem Bette weinend saß, /
Der kennt euch nicht, ihr himmlischen Mächte. /
Ihr führt ins Leben uns hinein, /
Ihr lasst den Armen schuldig werden, /
Dann überlasst ihr ihn der Pein, /
Denn alle Schuld rächt sich auf Erden."
(Goethe, "Wilhelm Meisters Lehrjahre")

Dieser Sachverhalt findet sich in der Kirche des Lichts Manis von Ekbatana (216-266/7, von den Religionswissenschaftlern der Vollender der Gnosis genannt, sich selber nennend "Apostel Jesu Christi" und von seinen östlichen Anhängern als "Buddhas des Lichts" apostrophiert), so ausgesprochen ("Großes Preislied auf Jesus", chinesisch):

"Großes Preislied auf Jesus"

"Blicke gnädig auf die Vergehen ferner Zeitperioden, die einst von männlichen oder weiblichen Körpern meines Ich begangen wurden!" "Alle in Unkenntnis einst begangenen Vergehen bereue ich aufrichtig. Möge die Sünde weichen!" "Entferne all meine begangenen Vergehen, und befreie mich von den falschen Freunden, der Sippe der Dämonen!"

"Befreie mich von den falschen Freunden, der Sippe der Dämonen"

Das Dämonen-Ich

"Das Dämonen-Ich bereitet meinen reinen Gliedern fortwährend Schaden und kerkert sie innen und außen ein."
"Das Geformte und das Ungeformte, alle Körper meines Selbstes, die vor langem fortgespült und im Meer von Geburt und Tod versunken sind:
O vereinige sie und lass sie sich wieder über alle Existenzformen erheben;
auf dass sie nicht wieder abgeschnitten werden vom Strom des heiligen Gesetzes;
auf dass sie nicht wieder vom Rachen der Dämonen verschlungen werden!"

"Gewähre Dein mächtiges Heilmittel als erbarmende Stärkung, und wiederbelebe das von allen Seiten bedrängte Licht-Ich! Lass es nicht wieder durch das Dämonenheer verjagt und beraubt werden und durch den Feind zu Tode kommen!" "Überstrahle mich mit dem Flügel Deines Lichts!" "Hebe auf alle Fesseln ferner Zeitalter! Wasche ab allen Schmutz der Vergangenheit!"

Als drittes können wir verstehen, dass 'negative Magie' = negative Programmierungen / Konditionierungen ( = unerwünschte Reaktionsmechanismen) etc. nur durch 'positive Magie', 'positive Programmierungen / Konditionierungen' geheilt werden kann.
So suchen wir von Kindesbeinen an, ständig in unser Seelenleben einzugreifen, durch jene "Unterdrückung / Verdrängung von Impulsen und Bedürfnissen; Unterdrückung / Verdrängung von Gefühlen des Leidens wie Schmerz, Angst, Entsetzen, Fassungslosigkeit, Aggression / Autoaggression, 'seelischer Selbstmord', Hass ('kalt oder glühend'), Verzweiflung, Traurigkeit, Bitterkeit etc."
und erzeugen genau dadurch – neben körperlichen Beschwerden - die beschriebenen 'Reaktions-Komplexe'.
Wie wir wissen, ernährt der Kampf gegen etwas energetisch den Gegner…

Deswegen hören wir viertens auf, gegen etwas zu kämpfen und kämpfen nur noch für etwas ("kampfloser Kampf"). Wofür genau? Was ist die Alternative zu dem, was wir in uns nicht wollen?

Will ich seelischer sein, als ich bin – oder stehe ich dazu (wie ich bin)?

Die Antwort lautet fünftens: kehr – 'Bekehrung'.
Die Bibel sagt, dass wir in erster Linie Kinder des Teufels sind ("Johannes-Evangelium" 3, 10) und erst (wieder?) zu Kindern Gottes werden können oder sollen. Die entscheidende Frage ist: Will ich seelischer sein, als ich bin  - oder stehe ich dazu (wie ich bin)?

Die Grundfrage wahrer 'Psychotherapie'

Wie wir aber sechstens sehen können, bestehe ich aus mehreren 'Seelen', nicht bloß aus einer.
Wenn es also um Verbesserung / Veränderung geht, geht es um die Frage: wie kann ich die Position meiner Persönlichkeitsseele stärken gegenüber den Einflüssen aus dem mehr oder weniger traumatisierten 'wilden Menschen' in mir und meinem Schatten-Ich?

Ich muss mir andere Bündnispartner suchen

Die Antwort lautet siebentens:
um die Position meines Seelenwesens gegenüber den bindenden, ungewollten und unerwünschten Einflüssen aus meinem Seelenfeld zu stärken ( = seelisch stark zu werden), muss ich mir andere Bündnispartner suchen.

"Wie die positiven Bewusstseins- oder Seelenräume in unserem Mikrokosmos globale / makrokosmische positive Kraftfelder ernähren ('Engel / Devas / Götter und Göttinnen') und ihrerseits Ableger / Filialen von ihnen sind (Göttinnen der Liebe, des Friedens, des Mitleids, der Freude –"schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium" - etc.)", so schrieben wir oben:

"so ernähren negative Eigenschaften und Verhaltensweisen gleichfalls, wie Gebete, globale / makrokosmische negative Kraftelder (Dämonen und Dämoninnen), als deren gleichfalls Ableger / Filialen, und werden von ihnen angestachelt, sie zu ernähren, wie die Alten wussten (zum Beispiel auch durch Massenhysterien der Euphorie, des Fanatismus, der Angst, der Aggression, des religiösen Rausches etc.)."

Doch wenn wir versuchen, 'positiv zu denken', erleben wir allzu oft die Schwäche unserer Persönlichkeitsseele gegenüber den Einflüssen aus einem traumatisierten 'wilden Menschen in uns' oder aus dem 'Schatten-Ich'.

Die alte Klage der Bibel: "Nicht, was ich will, führe ich aus, sondern was ich hasse, das tue ich […]; aber nicht ich, sondern die in mir wohnende Verfehlung ['Sünde']" ("Römer-Brief" 7, 15 ff.).

 
  1. Der erste Weg ist es, den 'wilden Menschen' in mir anzunehmen, mit dem ich normalerweise immer 'im Clinch' bin, ihn besser 'pädagogisch' zu betreuen und auf meine Seite, in mein Herz, zu ziehen (auch wenn es oft ein 'schwieriges Kind' ist).
  2. Der zweite Weg ist, die Hilfe der oben angeführten "positiven Bewusstseins- oder Seelenräume in unserem Mikrokosmos" und damit deren "globalen positiven Kraftfelder ('Engel / Devas / Götter und Göttinnen')" in Anspruch zu nehmen, deren "Ableger / Filialen" sie sind, mithilfe von innerer Ausrichtung, Neuorientierung, Neu-Denken, Aufrufung (Gebet).
  3.  Der dritte Weg wäre, mein wahres göttliches Ich: das Lichtselbst in mir freizumachen, um eine alles überwölbende Kraft in mir aufzubauen gegen "die in mir wohnende Sünde", wie oben angedeutet.

 

Innerliche Freiheit als höchstes Gut

 

Wir sagten oben: "Dieses Erwachen kann geschehen, wenn unser Bewusstsein ("Ich") sich 'bekehrt / 'umkehrt' = seine Lebensorientierung ändert in Richtung 'Überpersönliches' –und dabei feststellt, dass es = unser "Ich" weder seine Körperseele noch seine Persönlichkeitsseele ist."

Aber was ist es dann?

Definition: Bewusstsein!

Unser Bewusstsein / "Ich" ist nichts anderes als ein Teilbewusstsein des einen alles spiegelnden und alles erzeugenden Stroms des einen göttlichen All-Bewusstseins / "Ichs": das in allen sichtbaren und unsichtbaren Wesen wahrnimmt ('spiegelt') und 'seelisch' handelt (Absicht / Wille / Begehren etc.), aber auch dadurch gleichzeitig gebunden / gefesselt / mit der jeweiligen Form identifiziert ist.

  • Wenn ich Hunger fühle, ist ES im 'Fleischeskörper';
  • wenn ich Müdigkeit, Erschöpfung, Anspannung / Entspannung, Gelähmtheit / Blockiertheit, Ruhe oder Unruhe spüre, ist ES im 'Energiekörper';
  • wenn ich Zorn, Wut, Traurigkeit, Angst, Seligkeit, Freude o. Ä. spüre, ist ES im 'Emotionalkörper' ('Gefühlsleben');
  • wenn ich über etwas nachdenke, ist ES im 'Mentalkörper' ('Gedankenleben');
  • usw.

ES ist in meiner animalischen Seele, wenn es um das Körperliche geht;
ES ist in meiner Mensch- oder Persönlichkeitsseele, wenn es um Lebensgestaltung, mein Interesse am "Schönen, Guten und Wahren" ( = die drei klassischen Grundsäulen der Philosophie) oder an Religion geht;
ES ist in meinem Dämonen-Ich, wenn ich als Aspirant oder Adept der oben genannten Eigenschaften und Tätigkeiten des Schatten-Wesens in meinem System fungieren;
ES ist in meinem 'inneren Lichtbewohner' oder Christus-Ich, wenn derselbe erwacht ist und zu strahlen beginnt – und ES ist darüber hinaus im Menschheits-Ich, wovon mein 'Ich' nur ein Funke ist (vgl. den Mythos des Osiris in Gestalt eines 'Christus'-Symbols, zerstückelt in tausend Teile, die von der trauernden Witwe, Isis, Symbol der Menschheitsseele, wieder zusammengebracht werden müssen);
und ES ist darüber hinaus im Licht-Ich des All-Seins aus 'Licht und Finsternis' und in diesem allen zusammen…

 

Die neue Gnosis des "Ordens des Lotus und der Rose – Kirche des Lichts im neuen Äon" greift auf eine uralte Geistesarbeit zurück, wie sie Buddha zugeschrieben wird:

Wenn es uns gelingt, das in uns, was sich "Ich" nennt, aus seiner GEFANGENSCHAFT in seinen genannten Systemen: Körper-Ich, Seelen-Ich, Geist-Ich und Dämonen-Ich zu lösen, seiner IDENTIFIKATION damit, seiner ANHAFTUNG daran, dann löst sich alles von alleine…

 "Tat tvam asi" (sanskrit): du bist das alles, und du bist das alles nicht - "die totale Distanz macht uns eins".

Das Geheimnis des "ZEUGEN"

Wir erleben das scheinbare Paradoxon, wie wir alles das mit Liebe, Annahme, Verstehen und alles überwölbender Weisheit umfangen können, mit allem eins sein können und alles das gleichzeitig nicht zu sein im Sinne, 'nicht damit identifiziert' zu sein:
wenn wir selber zu einem nicht beurteilenden oder verurteilenden "ZEUGEN" von uns selbst werden, der alles in uns lediglich 'registriert', begleitet, ohne sich 'einzumischen'.

Innerliche Freiheit als Schlüssel

Dieser "ZEUGE" ist die Verwirklichung dessen, woran jeder Mensch bewusst oder unbewusst arbeitet:
innerliche Freiheit vom "Zwang der Motive" (Schopenhauer) oder Vektoren, wie wir sagen: den bewegenden Triebkräften aus unserem wilden Menschen, aus unserem Seelen-Ich, aus unserem Licht-Selbst und aus unserem Dämonen- oder Schatten-Ich = 'über den Dingen stehen'
"Solange dir noch etwas wichtig ist, steckt immer ein Dämon dahinter – die 'GÖTTIN DER GIER'" (im Unterschied dazu, dass mir 'etwas am Herzen liegt')

Das große Geheimnis GOTTES (ODER) DES "SEINS"

DAS GROSSE GEHEIMNIS GOTTES (ODER) DES "SEINS":

Alles ist ein sich selber heilendes System, Gott, Welt und Menschheit; Schöpfung / Universum (oder Multiversum), Licht und Finsternis etc. –

wir haben die Möglichkeit und das Recht, auf die Position des 'inneren Betrachters' zu gehen, der nicht handelt, sondern geschehen lässt, dass er / sie handelt;

und zu erfahren, dass sich genau dadurch alles zum Besten wandelt (in der 'Psychotherapie' ebenso wie in der Spiritualität!)

Deswegen ist alles, was dir sagt: "Du musst", ein Terrorinstrument deines Feindes, mit dessen Hilfe du ausgebeutet wirst.
Denn ich 'muss' nur etwas, wenn ich etwas will – etwas erreichen oder etwas vermeiden.

So ist der eine mehr defensiv im Leben, der andere mehr offensiv – aber immer in Gefahr, Sklave der 'Göttin der Gier' zu werden (Widerstand ist nur die andere Seite der Gier!), das heißt, seinen Pakt mit den "falschen Freunden, der Sippe der Dämonen" zu schließen, wie wir gesehen haben.

Das Prinzip der Freiheit

Wenn ich also das Prinzip der Freiheit anwende, das in wahrer Religion angelegt ist: alles 'abzugeben', alles in Gottes Hände zu legen - "Nichts begehren – sich gegen nichts wehren", sagen wir -, dann muss ich niemandem die Macht geben, mich zu etwas zwingen zu können…
So werden in der Bibel Jesus die Worte in den Mund gelegt: "Lebt wie die Lilien im Felde" ("Matthäus-Evangelium" 6, 28).

Lasse los – und lasse zu: "Nichts begehren – sich gegen nichts wehren":
auch nicht sich dagegen wehren, dass man etwas begehrt oder sich gegen etwas wehrt…

Die höchste (und einzige) Form der Freiheit:

"Wolle, was du tust!"

Oder auch: "Nichts wollen müssend alles alles wollen lassen".

Auf diese Weise kann ich nicht nur 'nicht-handelnd' (Lao Zi) geschehen lassen, dass ich handele; ich kann auch mein Handeln durch mein Wollen unterstützen – die höchste (und einzige) Form der Freiheit: "Wolle, was du tust!"

 

Das wahre Motiv aller Wesen

 

SANY0315 MobilEs ist das Wesen aller Wesen, und damit auch 'Gottes', "falls es ihn / sie gibt", zu allen Zeiten alles zu wollen und zu betreiben, was zu wollen ihnen gegeben ist: unendliche Entfaltung ihres Potenzials.

Der Grund für 'Gottes Schöpfung' ist "LEELA"

In Wahrheit ist es doch so: dass die höchsten Götter = Gotteskinder kaum, dass sie aus dem Geburtenschoß 'Gottes' herausgeschlüpft, besser: hervorgerufen sind, kein anderes Bedürfnis haben, als (wieder) mit ihrem Wurzelgrund eins zu werden (und 'mit Mühe' davon abgehalten werden), weil der Grund für 'Gottes Schöpfung' "LEELA" (sanskrit) ist:

das göttliche Spiel zu spielen und dazu 'Spielgefährten' ins Sein zu rufen, wie es so schön in einer deutschen Fassung von "Auld Lang Syne" am Ende heißt:

"Nehmt Abschied, Brüder, schließt den Kreis, / Das Leben ist ein Spiel, / Nur wer es recht zu spielen weiß, / Gelangt ans große Ziel" (Claus Ludwig Laue, 1917-1971).

So finden wir in allen Wesen das Wissen, dass das Bedürfnis, sich im Sein unendlich auszuweiten, identisch ist mit dem Bedürfnis, nicht zu sein, im Sinne: nicht als einzelnes zu sein, sondern aufzugehen im Ganzen (wenn ich mich unendlich ausweite, vereint sich ja mein Raum mit dem von allem…).

Das ist der Ursprung allen Bedürfnisses nach Gemeinschaft und Gemeinsamkeit, sei es in der Familie, im Clan, im Verein, in der Vereinigung, Partei, Religion etc. Und das scheint dann wohl auch die Bewegung des Universums oder Multiversums selbst zu sein im Lichte der Wissenschaften…

Was macht es mit uns, das zu spüren?

So bezeichneten wir oben als das Kennzeichen unserer Mensch- oder Persönlichkeitsseele das Streben nach unendlicher 'Persönlichkeitsentfaltung' im Sinne von: "alles wissen wollen, alles können wollen, alles haben wollen, alles sein wollen";

auf der anderen Seite aber auch seine "Sehnsucht nach dem 'Nicht-Seinmüssen' zu leben:
wie der Tropfen aufzugehen im Meer oder der Funke im Feuer – und alles Begehren in 'Heilsbegehren' zu verwandeln, christlich gesprochen"
, und zitierten Goethe: "Sich aufzugeben ist Genuss".

So, wie wir im tiefsten Herzensgrunde keine größere Sehnsucht haben, als durch unseren Dienst an (einem) anderen uns zu verschenken, zu verströmen, lieben zu dürfen mehr, als geliebt zu werden – und nur dadurch glücklich werden können:

so geht die Grundsehnsucht aller Wesen überhaupt dahin, im Ganzen (wieder) aufgehen zu dürfen (selbst der 'dunklen Seite der Macht').

Wir sind unablässig zerrissen zwischen unserer Defizit-Orientierung und unserer Dienst-Orientierung

Hineingeworfen ins Sein – ins Sein auf dieser Existenz-Ebene, die wir 'Welt' nennen, die von Not gekennzeichnet ist -, sind wir unablässig zerrissen zwischen unserer Defizit-Orientiertheit und unserer Dienst-Orientiertheit.

Auf der einen Seite müssen wir uns darum kümmern, dass unser System funktioniert (Ernährung / Kraft / Gesundheit / Befried

 

 

ung und Befriedigung 'körperlicher, seelischer und geistiger' Bedürfnisse);
auf der anderen Seite spüren wir aber, dass bei aller 'Erfüllung' der Drang in uns immer stärker wird, zu lieben und zu dienen, weiterzugeben, anderen Menschen zu helfen etc.

Es ist wie der Kreislauf in dieser berühmten Touristen-Anekdote von dem italienischen Fischer am Strand, dem der Tourist Ratschläge gibt, mehr Fische zu fangen, mehr Boote zu kaufen, Leute einzustellen, eine Fischfabrik zu betreiben, reich zu werden, um… –
um was?
Zum Beispiel sich mitten am Tag an den Strand legen zu können.

Die "Flamme des Egos" und die "Flamme des Dienens"

So bewegen wir uns unablässig zwischen diesen beiden Grundmotiven hin und her, die im Grunde eines sind, und die wir die "Flamme des Egos" (unbewertet) und die "Flamme des Dienens" nennen.

Wenn wir dieses beides nicht erkennen – sowohl die Auseinandersetzung als auch die Einheit dieser beiden "Willens-Flammen" – werden wir weder uns selbst noch andere Menschen wirklich verstehen.

Mit diesem Grundwissen, diesem Grundverständnis – "dass es uns also immer nur um das Eine geht" - können wir Schluss machen mit allen Selbstverdächtigungen – und Vertrauen gewinnen in dieses große Grundgeheimnis des Seins, wie wir oben sagten, dass alles ein sich selber heilendes System ist, also auch die Seele des Menschen, was immer das sein mag…

Wir wissen, dass alle unsere Schuld in dem liegt, dass wir uns wie gezwungen fühlen, in der Not unseren täglichen oder stündlichen 'Pakt mit dem Teufel' zu schließen, dass es aber nichts gibt, was man nicht wieder gut machen kann (siehe das Mysterium der Sündenvergebung, esoterisch Karmalöschung).

Mit diesem Wissen können wir uns nun in unsere Selbstheilung stürzen, besser, auf der Position des inneren "ZEUGEN" geschehen lassen, dass wir uns 'ändern', um 'geheilt und befreit' zu werden; wenn "Ich", der / die ich so unter Einfluss stehe aller Vektoren aus meinen 'Seelen', dieses mein wahres Motiv in jedem Augenblick spüren würde, würde sich alles verwandeln.

Auf der einen Seite müssen wir uns darum kümmern, dass unser System funktioniert (Ernährung / Kraft / Gesundheit / Befriedigung und Befriedigung 'körperlicher, seelischer und geistiger' Bedürfnisse);

auf der anderen Seite spüren wir aber, dass bei aller 'Erfüllung' der Drang in uns immer stärker wird, zu lieben und zu dienen, weiterzugeben, anderen Menschen zu helfen etc.

 

Das Zentrum des Bewusstseins ist das "Herz"

 

Um zu 'denken', muss ich nicht 'in den Kopf gehen'. Ich kann lernen, mit dem 'Herzen' zu denken – nicht nur das Einfachste, sondern auch das Komplexeste und Komplizierteste: ich kann lernen, den Schwerpunkt meines Bewusstseins: Wahrnehmens, inneren Handelns, (wieder) vom Kopf in den Brustraum zu verlagern – da, wo es hingehört.


Wie wir sehen konnten, sind es unsere dämonischen Mechanismen - unter dem Einfluss der Mächte der Finsternis -, die die Kraft unseres Herzens: "großmütig, geduldig, liebevoll" zu sein, wie wir sagten, als Erkennungsmerkmal meines Lichtselbstes - von Kindheit an reduzieren.

 

Rebellion gegen die Rebellen

Wieder zu lernen, auf die Kraft des Herzens zu vertrauen, ist ein emanzipatorischer Prozess: der Rebellion gegen die Rebellen (Dämonen).

 

Auf 'Leben' in seiner permanenten Verletzungspotenz können wir, wie wir gesehen haben, mit vielfältigen Seelenempfindungen und –reaktionen reagieren.

  • Zum Beispiel: medizinischer Befund Krebs.
    Mit seelischem Schmerz, Angst, Entsetzen;
    mit Aggression, Selbstverachtung/ Selbsthass oder Hass auf die Welt;
    mit Minderwertigkeits- oder Schuldgefühlen;
    mit Verzweiflung, Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Trübsinn / 'Depression', Negativität;
    mit Blockiertsein, Lähmung (körperlich und seelisch), Antriebslosigkeit, Motivationslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Defätismus, Flucht in den Schlaf;
    mit Nicht-Wahrhaben-Wollen, Verdrängen- und Vergessen-Wollen, Ablenkung, Ersatzbefriedigung, Flucht in 'innere Filme' etc.;
    mit Beschönigungen, 'positiven Selbst-Einredungen' etc. ("bestimmt will Gott mir damit etwas sagen; wird schon gut werden – oder auch nicht; ich bin tapfer, niemand soll mir etwas anmerken" etc.);
    mit Bitterkeit, seelischer Müdigkeit, Abscheu-Ekel ("auch das noch!");
    mit (positiver oder negativer) Erschütterung / Zusammenbruch: "Das ist also mein Leben!?!";
    mit Erleichterung, Dankbarkeit, Freude: "endlich darf ich abtreten";
    dann mit der Angst: "vielleicht werde ich doch noch geheilt – was sage ich meinem Arzt?";
    mit 'seelischem Selbstmord', Unterdrückung von Gefühlen, Impulsen und Bedürfnissen bis hin zu umfassender Fühl- und Seelenlosigkeit und damit zum Erlöschen von Einfühlungsvermögen, Seelenkälte, Härte, Mitleidlosigkeit / Nicht-Empathie, Ignoranz, Nur-noch-seine-('Friedhofs-)Ruhe-haben-Wollen, Erlöschen aller seelischen Dynamik (Interesse, Motivation, Engagement), 'Cool- oder Gelassensein-Wollen' etc.;
    mit Phobien, 'Verrücktheit', Gespaltenheit, Flucht in den Wahnsinn;
    mit Freude, Dankbarkeit, Hingabe;
    mit Liebe, Mitleid und Erbarmen, Annahme / Umarmung; mit Befriedung / Jubel / Triumph…
  • Zum Beispiel: mein Kind ist durch einen Autofahrer oder Kinderschänder ums Leben gekommen.
    Mit Fassungslosigkeit, Panik, Entsetzen;
    mit Rachsucht, Bestrafungsbedürfnis, Hass, 'Mordlust', Vernichtungssucht;
    mit Hadern mit Gott;
    mit Trübsinn / 'Depression';
    Blockiertsein, Lähmung (körperlich und seelisch), Hoffnungslosigkeit, Nicht-mehr-Seinwollen etc.;
    mit Nicht-Wahrhaben-Wollen, Verdrängen- und Vergessen-Wollen, Ablenkung, Ersatzbefriedigung, Flucht in 'innere Filme' etc.;
    mit Beschönigungen, 'positiven Selbst-Einredungen' etc. ("bestimmt hat es es jetzt besser; es ist im Kinderhimmel" o. Ä.);
    mit 'seelischem Selbstmord', Unterdrückung von Gefühlen, Impulsen und Bedürfnissen bis hin zu umfassender Fühl- und Seelenlosigkeit und damit zum Erlöschen von Einfühlungsvermögen, Seelenkälte, Härte, Mitleidlosigkeit / Nicht-Empathie, Ignoranz, Nur-noch-seine-('Friedhofs-)Ruhe-haben-Wollen, Erlöschen aller seelischen Dynamik (Interesse, Motivation, Engagement) etc.;
    mit Phobien, 'Verrücktheit', Flucht in den Wahnsinn, Raserei etc.;
    mit Annahme, Schmerz, Erschütterung, Verzweiflung, Gebet, Angst etc.;
  •  Zum Beispiel: mein Partner hat mich verlassen.
    Mit Verzweiflung, Angst, Panik, Zorn, Wut, Hass, Rachsucht, Bestrafungsbedürfnis etc.;
    mit Minderwertigkeitsgefühlen, Bedrückung / Niedergeschlagenheit, Melancholie-'Elegie', Trübsinn / 'Depression', Blockiertsein, Lähmung (körperlich und seelisch), Antriebslosigkeit, Motivationslosigkeit, Hoffnungslosigkeit etc.;
    mit Nicht-Wahrhaben-Wollen, Verdrängen- und Vergessen-Wollen, Ablenkung, Ersatzbefriedigung, Flucht in 'innere Filme' etc.;
    mit 'seelischem Selbstmord', Unterdrückung von Gefühlen, Impulsen und Bedürfnissen bis hin zu umfassender Fühl- und Seelenlosigkeit und damit zum Erlöschen von Einfühlungsvermögen, Seelenkälte, Härte, Mitleidlosigkeit / Nicht-Empathie, Ignoranz, Selbstverachtung / Selbsthass, Nur-noch-seine-('Friedhofs-)Ruhe-haben-Wollen ('vor sich selbst'!), Erlöschen aller seelischen Dynamik (Interesse, Motivation, Engagement) etc.;
    mit Manipulation, Übergriffigkeit, 'Stalking' etc.;
    mit 'Verrücktheit', Gespaltenheit, Flucht in den Wahnsinn, Raserei etc.;
    mit Liebe, Verstehen, Annahme, Mitleid, Erbarmen, Umarmung;
    mit Erleichterung, Freude, Befriedung / Jubel / Triumph…

Liebe Schwester, lieber Bruder, was bedeutet das, dass wir ein und dasselbe Ereignis mit so vielfältigen Seelenempfindungen und –reaktionen quittieren können?

 

Wenn tausend Leute scheinbar dasselbe erleben, hat doch jeder andere Gefühle dazu, abhängig von den je eigenen innerlichen Be- und Verarbeitungsprozessen. Der eine zerbricht, der andere wächst daran. Der eine reagiert dämonisch, der andere seelisch.

Was ist der Grund dafür, dass wir von frühester Kindheit an bestimmte Gefühle, Bedürfnisse, Impulse in uns bekämpfen?

Von Kindheit an bekommen wir eingetrichtert, 'an uns zu arbeiten', unsere Emotionen zu regulieren, wie man modern sagt. Wenn ich von Kindheit an bestimmte Gefühle, Bedürfnisse, Impulse in mir bekämpfe – weil man es mir nahelegt oder weil ich es selber so will -, dann zeigt sich darin genau das, dass ich eigentlich etwas anderes will als das, was sich wie mir aufgezwungen anfühlt:

Ich habe Angst,

  • dass sie mich behindern in meiner Entfaltung oder in meinem Sein-Können (zum Beispiel Gefühle / Bedürfnisse / Impulse aus meinem animalischen Wesen oder Dämonen-Ich);
  • dass sie mich schwach machen, mir die Kraft rauben (Schmerz, Angst / Panik, Entsetzen, Zorn / Wut / Aggress, Verzweiflung, Traurigkeit / 'Depression', seelische Müdigkeit o. Ä.);
  • dass sie mir zu weh tun, dass ich sie nicht aushalte;
  • dass sie mich zu weich machen, wo ich doch gerne hart sein will, um bestehen zu können (Schmerz, Angst / Panik, Entsetzen, Zorn / Wut / Aggress, Verzweiflung, Traurigkeit / 'Depression', seelische Müdigkeit o. Ä.);
  • dass sie mich überschwemmen, besessen und unfrei machen;
  • dass sie mich handlungsunfähig machen;
  • dass sie mich minderwertig machen;
  • dass sie mich unansehnlich / hässlich / unattraktiv oder 'unmoralisch' machen, meinem Anspruch an mich selbst entgegenstehen (wie ich sein oder wirken möchte);
  • dass sie meine Sehnsucht, zu lieben, 'gut zu sein', förderlich / hilfreich etc., konterkarieren, dass sie anderen schaden etc.;

Kein Naturwesen würde auf die Idee kommen, seine Gefühle, Impulse und Bedürfnisse zu unterdrücken. Der Mensch jedoch: "Nicht, was ich will, führe ich aus, sondern was ich hasse, das tue ich […]; aber nicht ich, sondern die in mir wohnende Verfehlung ['Sünde']" ("Römer-Brief" 7, 15 ff.), zitierten wir oben.


Wenn ich etwas in mir bekämpfe, ernähre ich es, mache es durch eben meine Kampfes-Energie nur noch stärker, wie sich heute immer mehr herumspricht. Und wenn wir durch die beschriebenen Prozesse in unserem Leben 'verlernen', unsere Gefühle zu fühlen, bedeutet das eine seelische Schwächung, die im Interesse unseres Dämonen-Ichs liegt, wie beschrieben.

 

Heilung des Fühlens durch das Fühlen

 

Gefühle durch Gefühle überwinden!

Diese uralte Geistesarbeit mit dem nie beurteilenden oder verurteilenden "ZEUGEN" in uns haben wir in ein neues Gewand gekleidet, das wir "P 2000" nennen - "Pioniere in Philosophie, Psychologie, Persönlichkeitsbildung und Pädagogik":

 

  • Ein tieferes Begreifen der menschlichen Psyche
  • Ein neuer Weg der Seelenklärung und Seelenbildung
  •  Für eine wissenschaftliche Theorie und Praxis des Bewusstseins
  •  Christliche Seelen(heil)kunde im neuen Jahrtausend

Wir schrieben oben: "Wir haben die Möglichkeit und das Recht, auf die Position des 'inneren Betrachters' zu gehen, der nicht handelt, sondern geschehen lässt, dass er / sie handelt; und zu erfahren, dass sich genau dadurch alles zum Besten wandelt (in der 'Psychotherapie' ebenso wie in der Spiritualität!)".


Wenn dieser innere, 'objektive / neutrale' Betrachter oder Beobachter, von dem in der modernen 'Psycho-Szene' gleichfalls viel die Rede ist, quasi der Stellvertreter Gottes in uns ist, als "Teilbewusstsein des einen alles spiegelnden und alles erzeugenden Stroms des einen göttlichen All-Bewusstseins / 'ICHS'", wie wir oben schrieben:

 

Hat der "ZEUGE" Gefühle wie Mitleid, Liebe, Erbarmen, oder ist er 'seelenlos'?!?

Hat der / die Gefühle wie Mitleid, Liebe, Erbarmen, oder ist er / sie 'seelenlos'?!?

 

Fühlen heißt, etwas mit der Seele ergreifen

Fühlen heißt, etwas 'mit der Seele ergreifen', mit meinen Seelentätigkeiten / Seelenfähigkeiten ('seelische Bearbeitung').

Unterschied zwischen Bewusstsein und Seele

 

Der Unterschied zwischen Bewusstsein und Seele ist, dass ich mir einer Sache bewusst sein kann, mich aber erst in Beziehung zu ihr setze, wenn ich sie mit meinem 'Seelenapparat' seelisch verarbeite.

 

 

Fühlen ist nichts Passives, rein Rezeptives, das mir widerfährt. Fühlen ist aktives Bearbeiten dieses Erfahrens. Fühlen in diesem Sinne ist eine Drei-Einheit von 1. Wahrnehmen (Erfahren), 2. Bearbeiten / Verarbeiten / Auswerten / Beurteilen der 'Wahrnehmung' und 3. 'emotionalem Quittieren' entsprechend meinem Evaluations-Ergebnis.


Deswegen ist in meinem 'emotionalen Quittieren', egal ob es in meiner animalischen Seele geschieht, in meiner Persönlichkeitsseele, in meiner Dämonen- oder Schattenseele, zuletzt auch in meiner Licht-Seele, dieser gesamte Prozess der 'kognitiven Verarbeitung' immer mit enthalten, indem sich alle Beteiligten meines 'Seelenapparates' bedienen, meiner Wahrnehmungs- und Verarbeitungsfähigkeiten.In unserem 'pattern learning' von Kindheit an ist dieser Prozess noch zeitlich ausgedehnt, später erfolgt das 'computermäßig', in Blitzesschnelle, im Bruchteil von Sekunden.


Das heißt: im Fühlen ist alles Denken inbegriffen.Wahrnehmen – auswerten – 'emotional quittieren' ist der Automatismus allen Fühlens.So ist alles Denken über die Dinge, zu denen ich etwas fühle, in diesem Gefühl eingeschlossen, in Gestalt der 'gedanklichem' Be- und Verarbeitung = Auswertung oder Evaluation meiner Wahrnehmung dieser Dinge gelaufen, auch wenn sie noch so schnell, noch so unbewusst geschah!

 

Das bedeutet aber auch: Wenn 'ich' nicht weiß, warum ich diese oder jene Gefühle fühle – mein Wildes Wesen oder mein Seelenselbst, mein Lichtselbst oder mein Dämonen-Ich: eines von ihnen 'weiß' es immer. Und alle bedienen sich der Denk-, Fühl- und Willenswerkzeuge meines 'Herzens', meines 'Seelenapparates', um sich selber zu leben…

 

 

Das "HERZ" als Sitz des "ZEUGEN"

 

Ein völlig neues Arbeitsinstrument – das 'Fühl-Bewusstsein'

Weil ich aber nun zu allem und jedem, was ich wahrnehme und erlebe, Gefühle fühlen / hervorrufen kann, kann ich das auch gegenüber meinen Gefühlen selbst.
In meinen Gefühlen liegt alles beschlossen, sagten wir.

Ich muss nicht in die Vergangenheit gehen, um die Gegenwart heilen zu können

Viele glauben, sie müssten in die Vergangenheit gehen, um die Gegenwart heilen zu können. Aber die Frage ist nicht, was ich alles in der Vergangenheit erlebt habe, sondern wie ich darauf reagiert habe. Das ist alles in meinen Gefühlen beschlossen.


Um die Vergangenheit zu heilen, besser die Gegenwart, brauche ich nur meine Gefühle zu heilen, mit denen alles aus der Vergangenheit quittiert wurde. Die Erlebnisse wechseln, aber die Gefühle bleiben.


Wir nennen die Gefühle Bewusstseins-, Erlebens-, Empfindungs- oder Seelenräume im Haus unserer Seele (Körper / System oder Mikrokosmos), in denen alles gespeichert ist und erlöst und geheilt werden will. Indem wir diese Räume fühlen und ausfühlen, werden sie 'geordnet' / aufgeräumt, durchlichtet; indem wir die Wände zwischen ihnen durchlässig machen, werden ihre Verbindungen / 'Logiken' sichtbar, sie 'verstehen sich selbst' und müssen nie mehr allein sein (Angst haben, allein und dominant zu sein, wenn sie zugelassen werden).

 

Die Macht des Fühlens

Wenn ich das Spotlight auf das Gespenst – die Impulse aus meinem Schatten- oder Dämonen-Ich - richte, das vor mir auftaucht, muss es sich auflösen; es lebt von meiner Unbewusstheit, davon, dass ich mir seiner nicht bewusst bin oder es nicht richtig wahrnehmen kann.


Seine Macht, seine Waffe besteht in seiner Täuschung und Tarnung ("Ich bin du, du bist ich"), mit der es uns zur Identifikation zwingen will.

 

Es legt sich, wie wir oben schrieben, "wie ein Firnis auf alle 'körperlichen, seelischen und geistigen' Bedürfnisse" und verführt und erpresst auch unser Seelenwesen – 'mittleres Selbst' oder Persönlichkeitsseele - in seiner Not, "von Kindheit an ein Bündnis mit ihm zu schließen: und solche Eigenschaften und Verhaltensweisen, die ihm eigentlich zuwider sind, als Pseudo-Hilfen zu charakterlichen und seelischen Qualitäten und 'Mechanismen' zu machen"

 

und wird genau dadurch zu einer neuen, eigenen Quelle von Gefühlen in uns, die wir durch das Fühlen der Gefühle zu den Gefühlen leichter zuordnen können, um sagen zu können: "Das bin ich nicht!"

 

Entdämonisierung durch Heilung des Fühlens

Indem ich nun diese Macht des Fühlens anwende, auch zu den Gefühlen selbst Gefühle zu fühlen und wiederum zu diesen Gefühlen, ad infinitum – eine Art der unendlichen Bewusstseinssteigerung -, geschieht eine hohe Magie der Entdämonisierung; denn meine Gefühle verraten mir, wo ich stehe, was gerade in mir wirkt; lenken dadurch den Fokus darauf und entlarven 'negative', zehrende Gefühle, verstärken 'positive', nährende Gefühle und verwandeln erstere in zweitere.

 

  • Will ich zum Beispiel wissen, ob die Wut, die ich spüre, eine kraftvolle, dynamisierende, seelisch unterstützende Wut aus meinem Seelenwesen oder Körperwesen ist oder eine giftige, verschmutzende Energie aus meinem Dämonen-Ich, brauche ich nur meine Gefühle dazu zu fühlen, dass ich das jetzt gerade fühle; im ersteren Fall werden sie hilfreich und angenehm sein, im zweiten Fall unangenehm.
  • Oder ob die Traurigkeit, die ich gerade spüre, eine lösende, seelenfüllende Emotion ist, oder ein sich 'unsauber' anfühlender Seelenraum: das Gefühl, das ich dazu spüre, das jetzt zu spüren, gibt mir die Antwort.
  • Oder ob die Angst, die ich jetzt spüre, ein wahres, echtes, wegweisendes Gefühl ist, das mir zeigt, wo ich stehe, und mir hilft, auf mich zu achten, oder ob es eine gepushte Panik ist, die sich künstlich-aufgeblasen anfühlt, unecht, unnötig, überflüssig: auch das wird mir das Gefühl zeigen, das dazu zu fühlen ich imstande bin…

So müssen wir scheinbar ungewollte / unerwünschte Gefühle nicht mehr bekämpfen und verdrängen mit all den 'pathogenen' (krankmachenden) Folgen, sondern können sie durch die genannte sehr natürliche, aber ungewohnte und unbekannte Seelen- oder Bewusstseinstätigkeit heilen und erlösen aus ihren Gebundenheiten im Wilden Menschen oder Dämonen-Ich.

 

Durch 'vertikale Bewusstseinsarbeit' zu Freiheit, Liebe und Kraft

Diese vertikale Gefühls- oder Bewusstseinsarbeit führt uns direkt zu den höheren Herzbereichen, ist die stärkste und erfüllendste Seelen-Nahrung, die man sich vorstellen kann;

 

und bereitet direkt die "Pfade des Herrn" in uns, die Reinigung, Sicherung, Verwandlung, 'Schmückung' unseres Systems für den Empfang des inneren Christus in der "Heiligen Hochzeit" unserer so geläuterten, transformierten und 'transfigurierten' unteren Seelen mit der Lichtseele.

 

Wir sprechen hier nicht von etwas Poetisch-Bildhaftem, sondern von der realen 'Physik' einer hohen Handwerkskunst mit Hilfe der wiederhergestellten Instrumente unserer Persönlichkeitsseele und unseres Herzens, die in der Kindheit, wie beschrieben, durch den erzwungenen falschen Umgang mit uns selbst zertrümmert wurden.


Und wir erleben den "ZEUGEN" in uns nicht mehr als etwas Abstraktes, eine trockene, abgehobene, seelenlose 'innere Freiheit', sondern als den prall-präsenten Gott in uns, besonders mit seinen hervorstechenden drei Primär-Eigenschaften der All-Liebe, der All-Weisheit und der All-Macht uns selbst und durch uns unseren Mitmenschen gegenüber…

 

Das Mysterium der Heiligen Hochzeit in uns

 

Iakov Kalinin field of spring grass and sunset Mobil Das Ziel des "Ordens des Lotus und der Rose – Kirche des Lichts im neuen Äon" in der Einzel- und Gruppenarbeit (Gottes- oder Tempeldienste / "Lichtfeld-Feiern") ist die Erweckung, Ernährung und Entwicklung unserer Lichtseele zur Verschmelzung der gereinigten drei Seelen in uns: Körper-Selbst, Seelenselbst und Lichtselbst, in dieser "Heiligen Hochzeit".


Durch die "Heilung und Befreiung der Gefühle" vermittels der Rückführung der 'zehrenden Oberflächen- oder Sekundärgefühle' auf die 'nährenden Primär- oder Tiefengefühle der Seele' wird gleichzeitig automatisch der Bewusstseinsschwerpunkt aus dem Kopf-Bewusstseinszentrum in das Brust-Bewusstseinszentrum
(Herz) zurückgeführt.


Es findet eine Rückkehr zum authentischen Selbst statt, die Befreiung des Seelenselbstes von seinem 'Oberflächenselbst' nach dem Jesus-Wort: "Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr keinesfalls hineinkommen in das Reich der Himmel" ("Matthäus-Evangelium" 18, 3).


So verschmelzen das gereinigte (von seinen Dämonen befreite) 'innere Kind' (Tierseele) und das Seelenselbst (Menschseele) mit dem Lichtselbst (Gottseele) zu einer stabilen Einheit auf dem Weg zum 'Leben':


Freisetzung und Kräftigung des Lichts im menschlichen System – Verbindung mit dem Licht in den anderen Menschen – Freisetzung des Lichts in der Natur zum Ziel des Seins auf dem Wege seiner Selbstheilung:
durch die letzthinnige Auflösung der Welt im Licht…

 

Darüber hinaus bieten die Schwestern und Brüdern des Ordens diese 'seelsorgerische' Arbeit auch in Einzel- und Gruppensitzungen an (auch telefonisch). Hier lernen wir, wieweit wir noch imstande sind oder wie weit behindert durch die beschriebenen innerlichen 'Blockierungen', unsere Gefühle zu fühlen und die Gefühle zu den Gefühlen, und wie wir unsere blockierten seelischen Fühl- und Handlungsfähigkeiten wieder zurückerobern können.

 

  • Herzlichst
  • im Dienste des Lichts und der um Wahrheit, Heilung und Erlösung ringenden Seelen
  • in tiefer Liebe und Dienstbarkeit

 SANY0116 Mobil

Ramón Castillo de Luz (Dr. Martin W. Spiegel)

Orden des Lotus und der Rose/ Kirche des Lichts im neuen Äon

- Geistliche Leitung –

 

Begründer und Entwickler dieser "P-2000-Arbeit" ist Dr. Martin W. Spiegel, *1952, siehe www.dr-martin-spiegel.de, der mit seinem Team von ausgebildeten P-2000-Trainern diese Arbeiten anbietet:

 

Einzelsitzungen telefonisch (ca. 45 Minuten)

Mit Dr. Spiegel persönlich: 100,- € (Agape-Mitglieder 90,- €).

Mit einem ausgebildeten P-2000-Trainer:  60,- € (Agape-Mitglieder 50,- €).

Für Mitglieder der Kirche des Lichts Freikirche e.V. im Mitgliedsbeitrag inbegriffen.

 

Villa Agape . Kapellenweg 16

79294 Sölden bei Freiburg

( 0761/88866645 . 6 0761/88866646

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Web: www.agape-bewusstseinsschule.de

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