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gnosis logo site"Wage zu fühlen"

 

"Leiden verdrängen heißt Bewusstsein verengen"

 

1. Das Leiden nicht zu spüren macht den Menschen ärmer…

 

mandalaLeben ist Leiden, sagt der Buddha. Und nichts ist natürlicher als zu versuchen, Schmerz zu vermeiden und dem Leiden aus dem Weg zu gehen, es zu verdrängen. Man dürfe nicht nur das Leiden sehen, sagen wir uns. Manche sagen sogar, ob wir leiden oder nicht, hänge nur von unserer Sichtweise ab, unserer Interpretation, wir könnten uns ebenso gut entscheiden, nicht unter dem Leben zu leiden, und bieten dafür teure Kurse an.

Demnach wäre alles Leiden nur eine Frage der Bewertung, und wir könnten uns ebenso gut entscheiden, glücklich zu sein.

Oder ist das Leiden doch eine Realität, und alles andere nur eine Beschönigung, eine Augenwischerei, der verzweifelte Versuch, der Wahrheit nicht ins Auge sehen zu müssen, und nur eine mehr oder weniger wirksame Möglichkeit, unangenehme Realität zu verdrängen? Das wäre nicht nur verständlich, sondern dazu hat sicher auch jeder das Recht.

Kann man leben, ohne zu verdrängen? Kann man die Realität der Welt und ihres Schmerzes aushalten, ohne handlungsunfähig zu werden? Vielleicht wäre aber mehr Menschlichkeit in der Welt, mehr Liebe und mehr Mitgefühl, wenn wir nicht verdrängten?

Hat Jesus sich 'entschieden', das Leiden zu verdrängen? Oder haben nicht vielmehr die großen Gesandten des Lichts sich bewusst entschieden, Schmerz auf sich zu nehmen, ja, den Schmerz der gesamten Schöpfung, ihn zuzulassen und zu fühlen - weil vielleicht nur dadurch die Möglichkeit der Lösung, der Erlösung erfahrbar ist?

Das größte Leiden und die größte Gnade zugleich, sagt der Buddha, ist die Erfahrung, nicht erlöst zu sein. Kann ich diese Erfahrung machen, wenn ich glaube, alles sei gut? Wenn ich glaube, ich sei ein unwerter oder unwissender Mensch, wenn ich leide? Und wenn ich glaube, das Eingehen ins Nirvana, in das Königreich der Himmel, die Supradimension des absoluten Lichts sei ein Märchen?

Religion ist Opium fürs Volk, sagt Marx. Wenn ich auf ein besseres Leben nach dem Tod hoffe, hindere mich das daran, an der Verbesserung der Wirklichkeit zu arbeiten. Wie viel von solchen Sprüchen und modernen Psychotechniken ist wirklich Opium fürs Volk, Vernebelung der Wirklichkeit? Muss das Wissen um die Alternative aus dem Lande des Lichts lebensuntüchtig machen?

Wissen heißt Gnosis...

Wer hat schon einmal etwas von Mani, dem großen Gesandten des Lichts, gehört, den die Religionswissenschaftler "Vollender der Gnosis" nennen, und von seiner Lichtreligion, die vom Atlantik bis nach China ausgebreitet war?

So wie Jesus der Weiterführer von Buddha war, so Mani, der sich selbst Apostel Jesu Christi nannte, der Weiterführer wahren Christentums.

Der Orden des Lotus und der Rose / Kirche des Lichts im neuen Äon ist die Wiedergeburt der Lichtkirche Manis - mit neuen Antworten und neuen Möglichkeiten, die zu prüfen sich lohnt.

Wer es ablehnt, tief zu fühlen, kann auch nicht hoch empfinden.

Wer es ablehnt, tief zu fühlen, kann auch nicht hoch empfinden. Die Realität der Erlöserkräfte aus dem Licht und des Aufgangs nach oben lässt sich nicht beschreiben, sondern nur erfühlen. Wir erfühlen sie in der hohen Lichtschwingung in den Tempelfeiern der Kirche des Lichts, zu der Leidende und Nicht-Leidende, Suchende und gefunden Habende jederzeit eingeladen sind.

"Ich stand in der Mitte der Welt, und ich offenbarte mich ihnen im Fleisch. Ich fand sie alle trunken. Niemanden unter ihnen fand ich durstig. Und meine Seele empfand Schmerz über die Kinder der Menschen, weil sie blind sind in ihrem Herzen, und sie sehen nicht; denn leer kamen sie in die Welt und suchen auch wieder leer aus der Welt herauszukommen.

Doch jetzt sind sie trunken. Wenn sie jedoch ihren Weinrausch abschütteln, dann werden sie umdenken."("Thomas-Evangelium" 28)

 

2. Der 'Sinn des Lebens'

 

pic3Es ist dem Menschen - eigentlich allen Wesen oder 'Geschöpfen' gemäß ihren Möglichkeiten - mitgegeben, alles 'wissen' / kennen zu wollen, alles 'fühlen' / 'spüren' zu wollen, alles 'können' zu wollen, alles tun zu wollen und alles sein zu wollen.

König / Königin im Universum zu sein - zunächst im eigenen.

'Äon unter Äonen' - Beherrscher und Entfalter des eigenen Königreichs von Anfang an; zumindest der Drang danach - ob wir es erreichen können, ist eine andere Frage...

  •       Alles wissen wollen: durch Verarbeitung von möglichst vielen Informationen / 'Sinnesdaten' das 'Denken', Verstehen und Verstehensfähigkeit verbessern; siehe Kleinkind...
  •       Alles fühlen wollen: lernen, wie welche Art von Gefühlen / 'emotionalen Reaktionsweisen' entstehen, erweckt werden / sich wecken lassen; siehe die Bedeutung der Kunst, angefangen von Kleinkindgeschichten über die moderne Medienlandschaft bis zur großen Weltkunst, -musik, -literatur...
  •       Alles können wollen: Fertigkeiten erobern, ob sie nah oder fern liegen...
  •       Alles tun wollen: jede Art von Tätigkeits- und Ausdehnungs-, Kreationsdrang...
  •       Alles sein wollen: die Fähigkeit, sich in alles hineinzuversetzen und zu fühlen, wie es ist, es zu sein...
'Bekämpfung des Lebenskampfes'

Dies alles wird behindert und tendenziell verhindert durch den innerlichen und äußerlichen Lebenskampf.

Nur durch Bekämpfung des innerlichen und äußerlichen: seelischen und körperlichen Lebenskampfes kann der Mensch sich frei machen.

Wahrnehmungs- und Kreationsfreiheit...

Die wirklich Großen der Menschheitsgeschichte haben oft die schwierigsten Lebensbedingungen auf sich genommen im Kampf um ihre Wahrnehmungs- und Kreationsfreiheit.

Niemandem ist ein wirklich 'sorgloses' Leben vergönnt. Nahezu jeder hat das Gefühl, sein Lebensziel zu verlieren aufgrund der Schwere des seelischen und körperlichen Existenzkampfes. Die meisten können sogar deswegen nicht einmal mehr ihr Lebensziel fühlen - wissen nicht mehr, dass sie eines haben...

'Persönlichkeitsentfaltung' - was ist das? Gibt es ein drangloses Leben, eine Existenz ohne den Drang nach Entfaltung allen jeweils vorhandenen Potentials? Ein Sich-selbst-Genügen? In der Natur oder sonst wo? Lässt sich 'Seelenentwicklung' mit der Idee des genügsamen Lebens 'im Hier und Jetzt' vereinbaren?

'Lebt wie die Lilien im Felde'

Was ist damit gemeint, wenn Jesus sagt: Lebt wie die Lilien im Felde ("Matthäus-Evangelium" 6, 28), werdet wie die Kinder ("Matthäus-Evangelium" 18, 3; "Lukas-Evangelium" 18, 17), sorgt euch nicht um das Morgen ("Matthäus-Evangelium" 6, 34)? Was würden eine Blume oder ein Baum dazu sagen?

Dass das Eine nicht im Gegensatz zum Anderen steht...

"Die Welt ist zum Genießen da, zum Wollen und Verlangen,

doch wer nie ihre Wahrheit sah, wird nie zum wahren Glück gelangen.

Es ist nichts falsch an allem Sehnen, das Streben ist des Lebens Grund,

man soll die Welt in keinem Punkt verhöhnen,

denn sie ist göttlich und perfekt zu jeder Stund'.

Die wahre Kunst allein, im Stand des Glücks zu leben,

liegt in dem allerhöchsten Drang,

zugleich voll Seligkeit sich hinzugeben

im kleinen wie im großen an des Waltens Gang

und doch zu wachsen, wirken und zu weben

am ewigwähr'nden Weltgesang.

Zugleich den Augenblick zu haben,

sich zeit-los-lassend zu erlaben,

ohn' Zielen, ohne Zeit zu sein,

am gegenwärtig-ew'gen Nichts sich zu erfreu’n,

nach hinten nicht und nicht nach vorn zu schauen

und doch die Zukunft mitzubauen;

im Überlassen höchstes Glück zu fassen,

nichts wollen müssend alles alles wollen lassen,

im Sterben erst zu leben lernen,

im Sinken sich erheben zu den Sternen!"

Ramón Castillo de Luz, "Dalila und der Zauberer", II, 2

 

3. Was heißt: 'Lebe dich selbst'?

 

wasserfallDie Botschaft des 'Lichts' zu allen Zeiten ist ein Aufruf zur Befreiung, zur Befreiung des Wissens, zur Befreiung des Fühlens und zur Befreiung des Lebens von den dunklen Nebelschleiern, die sich auf und um das Bewusstsein der Menschen legen, die sie hypnotisieren und in dem Wahn wiegen, dass es keine Alternative gebe zu der bestehenden Lebensform und Lebensweise auf diesem Planeten. Die ihnen ihr Leben, ihre Gegenwart, ihre Fühlfähigkeit und ihre Seinsqualität stehlen.

Befreiung von den Mächten der Ausbeutung und Manipulation, der Vertuschung und Beschönigung, des schönen Scheins, der Versuchung und Verführung der Not leidenden Seelen zu Suchtverhalten, Ersatzbefriedigung und Oberflächlichkeit. Die uns glauben machen wollen, dass fühlende göttliche Kräfte die Welt so erschaffen hätten wie sie ist, dass alles nach Plan verlaufe und göttlichen Sinnes sei.

Zur Ablenkung vom Wesentlichen, von der Einfachheit des Seins, von der tiefen Wahrheit des Lebens, von den weiten Dimensionen des menschlichen Bewusstseins und dem Potential menschlichen Seins auf dieser Existenzebene.

Lebe dich selbst, lebe deine eigene, eigentliche, tiefere Wahrheit heißt, sich nicht mehr leben zu lassen von den Energien der Angst wie der Gier und der falschen Liebe.

  •      Es bedeutet, den wahren Bedürfnissen des Körpers zu leben und nicht Begehren, Wünschen und Sehnen in Begierde umdrehen zu lassen.
  •      Es bedeutet, dem Drang der Seele ungehemmt nachzugeben nach Bewusstseinsweitung, nach Lernen und Wissen, Fühlen und Erfahren, Können und Machen.
  •      Es bedeutet, den Schrei des gefangenen göttlichen Licht-Geistes nach Freisetzung in uns zuzulassen und uns in all unserem Kampf von diesem unseren Innersten, Untersten und Obersten tragen, inspirieren und nähren zu lassen.

Und es bedeutet, dass diese drei Ebenen unseres Seins, des 'Körpers', der 'Seele' und des 'Geistes', sich zueinander nicht im Widerspruch verhalten müssen, sondern alle, alle zusammen sein dürfen.

Dass es nicht darum geht, sich unter Druck zu setzen und anzustrengen, sondern loszulassen und dieses alles einfach nur zuzulassen.

Dass der Bewegungsstrahl, auf dem unser Sein von Anfang aller Existenz im Unsichtbaren an bis zum Abschluss und abermaligen Neubeginn aller Zyklen stattfindet, von uns gefühlt wird, gelebt und genossen wird...

 

4. Was hindert uns daran, uns zu leben?!?

 

pic4Vielleicht halten wir uns für einigermaßen clever und glauben, etwas auf dem Kasten zu haben. Vielleicht glauben wir, Menschen auf der Höhe unserer Zeit und Kultur zu sein, weltoffen, aufgeschlossen, gewandt. Wir sind auch vielleicht zufrieden mit dem Maß an Güte und Nächstenliebe in unserem Herzen; nicht zu wenig – wir wollen ja kein Unmensch sein; nicht zu viel – wir müssen ja nicht unbedingt ein Heiliger sein wollen...

Vielleicht sind wir zufrieden mit unseren Qualitäten und Fertigkeiten, glauben unsere Schwächen einigermaßen zu kennen und nicht besser und nicht schlechter zu sein als andere Menschen auch.

Aber vielleicht können wir auch spüren, wie unser seelischer Stress, unsere psychische Anspannung unseren Denkdämon, unsere Denkzwänge pusht, wie wir nicht mehr 'runterkommen' können, immer weniger entspannungs- und erholungsfähig werden...

Vielleicht können wir spüren, wie unser Energiesystem immer anfälliger wird für Krankheiten, für Krankheiten, die die Menschen früher nicht gekannt haben, zum Beispiel weil ihnen nicht künstlich-chemisches Industriefutter vor die Nase gesetzt wurde, das die Nahrungsmittelindustrie gesund, die Menschen aber immer mehr krank macht.

Spüren, wie die Dumpfheit und Stumpfheit der medialen Landschaft, von Zeitschriften, Radio und Fernsehen etc., unsere Seele immer mehr 'zumüllt', ihr den Atem nimmt und ihren Sinn raubt für das 'Wahre, Gute und Schöne' und ihre Sehnsucht danach.

Dieses alles sind Kräfte, Energien, lebendige Wesenheiten, deren Beziehungsgeflecht, deren Einfluss und parasitären, kraftraubenden Charakter wir noch nicht durchschauen.

Vielfältige Arten von unsichtbaren parasitären Energiekomplexen, die auf vielen Ebenen an den physischen, emotionalen und mentalen Energien der Menschen teilhaben und sich davon speisen

Die Gnostiker wissen und sehen, dass es Dämonen sind, die hinter allem stehen, vielfältige Arten von unsichtbaren parasitären Energiekomplexen, die auf vielen Ebenen an den physischen, emotionalen und mentalen Energien der Menschen teilhaben und sich davon speisen.

Das Böse hat viele Formen. So wie wir notgedrungen auf Kosten anderer existieren, so versuchen andere, durch uns zu leben.

Auf diese Weise ist ein ungeheurer Parasitismus entstanden, wo 'Fremdenergien' aller Art Wohnung bezogen haben und unablässig Wohnung zu beziehen versuchen im Energiesystem und im Seelenkleid der menschlichen 'Aura', um an unserer Lebenskraft und an unserer Seelenkraft, an den Früchten unserer inneren und äußeren Tätigkeit, teilzuhaben und davon zu zehren – individuell und gruppenmäßig.

Vielfach haben diese Energien sich uns ursprünglich als eine Hilfe in unserem schweren Lebenskampf angeboten oder aufgezwungen, zum Beispiel als Familiendämon, der sich über die Eltern überträgt, oder in Gestalt von Kraftverstärkern aus unserem natürlichen Umfeld, und wir sind nun 'auf Gedeih und Verderb' mit diesen Fremdeinflüssen verbunden.

In manchen psychologischen / therapeutischen Schulen wird bereits von Dämonen gesprochen, wenn von 'Blockierungen', Ängsten, 'psychischen Belastungen' und Behinderungen, Glaubenssätzen etc. die Rede ist.

Die moderne Psychologie hat, noch keine schlüssige Theorie des Bewusstseins und der Psyche geliefert. Viele glauben, gute Psychologen zu sein. Aber die Tiefen der 'Seele' verstecken sich. Sie sind uns wenig bewusst. Ständig tauchen neue 'psychologische' Modelle und Methoden auf – teils einander unterstützend, teils einander widersprechend.

Was ist das Wesen der 'psychischen Belastungen', besonders in unserer modernen Zeit? Was wissen die akademischen oder 'esoterischen / spirituellen' Psychologen / Therapeuten unserer Zeit wirklich über das Wesen der Psyche? Wie tief kommen sie in Wirklichkeit?

Sind es gewisse Erfahrungen in Kindheit oder 'früheren Leben', die uns 'seelisch krank' machen – was heißt das überhaupt: 'psychisch krank'? Kann ein Mensch überhaupt 'psychisch gesund' sein, selbst wenn er noch so viel Liebe, Zuwendung etc. erfährt?

Die Idee vom 'Teufel' passt nicht zum lieben Gott; passt nicht zu der Idee von der göttlichen Liebe, Allmacht und Allgegenwärtigkeit; deswegen gibt es den Teufel nicht - sagen die einen. Die anderen sagen: Es ist der größte Sieg, die intelligenteste Taktik des 'Teufels', die Leute dazu zu bringen, das zu glauben: dass es 'ihn', den 'Gottseibeiuns', nicht gibt...

In unserem Gnosis-Schulungsbrief "Netí Netí" Nr. 10 ("Es gibt den Teufel. Es gibt Gott. Und es gibt Gnosis") heißt es sinngemäß: Noch größer sei der Sieg des Teufels, noch intelligenter seine Taktik, indem 'er' suchenden und fragenden Seelen einsuggeriert, sie täten bereits alles für ihr Seelenheil, seien bereits angekommen und gut und warm in ihrer Religion oder bei ihrem Guru aufgehoben...

"Den Teufel spürt das Völkchen nie, /

Und wenn er sie beim Kragen hätte"

Johann W. von Goethe,

"Faust. Eine Tragödie, I, Auerbachs Keller"

"Den Teufel spürt das Völkchen nie, / und wenn er sie beim Kragen hätte", zitieren wir immer wieder, aus bitterer eigener Erfahrung, 'Mephistopheles' aus Goethes Trauerspiel "Faust" (Erster Teil, Auerbachs Keller).

Und, das Wichtigste:

Je mehr Kenntnis und Erfahrung der Suchende, Fragende, endlich Wissende von dem Licht erhält, desto deutlicher schält das Wesen der Dunkelheit sich heraus - das erfahren wir in unseren psychologischen und psychotherapeutischen Selbsterfahrungs-, Selbsterkenntnis- und Seelenreinigungsarbeiten.

 

Das bedeutet aber anders herum: dass, wer nichts vom Teufel und den Dämonen weiß, auch nichts vom Licht weiß: dass das Licht seines Verstehens, Sehens, Fühlens, seiner Spiritualität und seiner Religion, nicht hell genug ist, das Dunkle zu konturieren und zu erfassen – positiv ausgedrückt; negativ ausgedrückt: weil das Licht seines Verstehens, Sehens, Fühlens, seiner Spiritualität und seiner Religion: vom Teufel selber ist...

Das bedeutet aber anders herum, dass, wer nichts vom Teufel und den Dämonen weiß, auch nichts vom Licht weiß: dass das Licht seines Verstehens, Sehens, Fühlens, seiner Spiritualität und seiner Religion, nicht hell genug ist, das Dunkle zu konturieren und zu erfassen - positiv ausgedrückt; negativ ausgedrückt: weil das Licht seines Verstehens, Sehens, Fühlens, seiner Spiritualität und seiner Religion: vom Teufel selber ist...

Ist das ständige Gerede in der Bibel vom Dämonenaustreiben durch den Herrn und der Vollmacht, die er seinen Aposteln dazu erteilt, wirklich nur symbolisch-bildhaft, nicht wörtlich zu verstehen, wie die Herren 'Psychologen' - auch die unter den Theologen - wähnen?

Ist denn das ständige Gerede in der Bibel vom Dämonenaustreiben durch den Herrn und der Vollmacht, die er seinen Aposteln dazu erteilt, wirklich nur symbolisch-bildhaft, nicht wörtlich zu verstehen, wie die Herren 'Psychologen' - auch die unter den Theologen - wähnen?

Oder fehlen ihnen - wie allen sogenannten oder selbsternannten Psychologen und Therapeuten - bloß das Wissen und die tiefere Einsicht, Fühlungsmöglichkeit hinsichtlich der doch letztlich so offenbaren Geheimnisse der menschlichen Seele und der menschlichen Existenz?

Es gibt keine Form des Krankseins, weder der 'Materie' noch des 'Lebens', weder in Flora und Fauna noch beim Menschen, weder 'körperlich' noch 'seelisch', die sich nicht herleitet aus der Geschichte des Kosmos als 'Hautkrankheit Gottes' und der beschriebenen fortschreitenden Infizierung alles Seins durch die Hierarchie der Finsternis.


5. Was heißt 'innerlicher Kampf'?

 

250px cradle mountain seen from barn bluffWas äußerlicher Lebenskampf ist, glauben wir zur Genüge zu wissen: sich durchsetzen im 'struggle for life'[1], auf seine Kosten kommen, zunächst die äußeren, körperlichen Bedürfnisse befriedigen zu können, danach (?) die seelischen...

Gefühlssicherheit - Willenssicherheit - Verhaltenssicherheit!

Auch was 'innerer Kampf' ist, scheint zunächst einmal offensichtlich: den 'inneren Schweinehund' niederringen, wie der Deutsche es nennt, sich überwinden, Selbstdisziplin - Selbstbeherrschung; den eigenen Willen befreien und kräftigen, das heißt: herausfinden, was man will - Gefühlssicherheit, Willenssicherheit, Verhaltenssicherheit -, und die Kraft erzeugen, es umzusetzen...

Wir klagen heute über das 'schwache Ich' des Menschen, besonders der Deutschen. Was steckt dahinter? Kennen Tiere auch einen 'inneren Kampf'? Können Tiere auch ein 'schwaches Ich' haben?

Kampf ist immer eine Auseinandersetzung von Gegensätzen miteinander.

In allem, was ist, ist ein unablässiger Kampf zwischen dem, was ist, und dem, was sein möchte, sein will, sein soll...

In allem, was ist, ist ein unablässiger Kampf zwischen dem, was ist, und dem, was sein möchte, sein will, sein soll, zwischen Gegenwart und Zukunft, zwischen Realität und Ziel- oder Wunschvorstellung, zwischen Realem und Idealem, wie die Philosophen sagen.

Fünf Arten inneren Kampfes
  1. Auch Tiere kennen Zustände von Verwirrung, 'nicht recht wissen, wie', wenn es darum geht, wie sie am besten ihr 'Programm' verwirklichen, ihre Zwecke, Ziele, Bedürfnisse befriedigen.
  2. Sie kennen auch den Gegensatz zwischen den Zwecken, Zielen, Bedürfnissen selbst:
    zum Beispiel den inneren Kampf zwischen dem 'Selbsterhaltungstrieb' und dem Sich-Aufopfern für den Nachwuchs in Gefahrensituationen o. Ä.
    Dieses 'das eine opfern, um das andere zu bekommen', kann sich beim Menschen zu unüberwindlichen Schwierigkeiten auftürmen, etwa wenn es darum geht, innere Gelähmtheit
    ('Faulheit')
  3. Zu den entsprechenden äußeren oder inneren (körperlichen oder seelischen) 'Zwecken, Zielen und Bedürfnissen' kommt beim Menschen hinzu der 'Trieb', seelisch 'vollkommen', ein 'guter Mensch' zu sein, also das, was man Moral und Ethik nennt.
    Die besten Menschen leiden oft am meisten unter der Schwierigkeit, in ihrem inneren Kampf alles miteinander zu vereinigen.
  4. Manche Menschen möchten nicht nur 'seelisch vollkommen' sein, sondern auch 'geistig' oder geistlich im Sinne von 'spirituell':
    Sie wollen den Weg zum Übermenschen, 'Heiligen', 'Erleuchteten' oder 'Avatar' gehen, wie er von Philosophen, Religionsstiftern, Mystikern o. Ä. vorgezeichnet wurde.
    Dadurch wird noch einmal eine neue, besondere Form oder Ebene inneren Kampfes kreiert, wo noch mehr Gegensätze, Triebkräfte, 'Vektoren'
    (Beweggründe)Maßstäbe innerlicher und äußerlicher Aktivität miteinander vereinigt, 'unter einen Hut gebracht' werden müssen, von der materiellen Existenz über das Sein unter den Menschen bis hin zu 'geistigen' (mentalen, intellektuellen, bewusstseinsmäßigen oder 'seelischen') Disziplinen aller Art.
  5. Auseinandersetzung der 'Energien'

    Dieser ganze Kampf findet statt vor dem Hintergrund und auf der Basis der Auseinandersetzung der 'Energien' im menschlichen System untereinander;
    damit ist gemeint: nicht der Energien der gedanklich-seelischen Impulse, Triebkräfte oder Vektoren, wie oben genannt - diese innerseelischen Vorgänge sind oder haben ja auch eine Form von 'Energie', rufen 'Energien' auf oder bewegen sie;

    sondern der fremd- und eigenenergetischen Einflüsse, unter denen diese innerseelischen Vorgänge stehen und von denen sie gespeist werden:

    der Wirkungsweise und Wirkungskraft einerseits der überpersönlichen 'Gruppenfelder', in denen wir uns als Menschen bewegen, vor allem des individuellen Familienfeldes - ein sehr bedeutendes Thema in der modernen Psychologie - und andererseits der jeweiligen menschlichen 'Teilpersönlichkeiten' oder 'Persönlichkeitsteilen', die als eigenständige Wesenheiten / Organismen das Gesamtsystem des menschlichen Seins prägen und bestimmen.

    Davon gibt es bestimmte 'Grundkategorien', die in jedem Menschen präsent sind:

 

 

6. Mensch komponiert aus mehreren Wesen

 

Körper-Ich

sphinx1Erstens das Körper-Selbst, Kraft-Wesen, Tier-Seele oder niederes Selbst unserer Persönlichkeit:

das ist in gewissem Sinn der Geist oder die Seele, das Ego unseres Körpers, unseres Körperlebens, unser 'biologisches Wesen' - das aus seinen Erfahrungen mit seinen Systemen lernt, sie auszuwerten und umzusetzen versucht...

mit all seiner Lebens-Kraft; all seiner Lebens-Liebe; all seiner Lebens-Sehnsucht; all seinem Lebens-Verlangen.

Genauer gesagt, ist dieses Körper-Ich (Kraft-Wesen) als Wilder Mensch in uns gleichzeitig der Träger unserer menschlichen Seele (Seelen-Wesen), wie ein Reittier, ein Pferd, Esel, Kamel, Elefant o.ä., das (guter oder schlechter) Führung der Seele unterliegt.

Wird es von unserem inneren Kampf irritiert, unterdrückt oder bedrängt, zieht es sich in uns selbst oder aus uns selbst zurück und wird von seiner Kraftquelle, der Quelle unserer Lebenskraft (nicht der physischen / körperlichen Kraft) abgedrängt, so dass es sie uns nicht mehr zur Verfügung stellen kann.

Dabei steht es unter den Einflüssen der anderen Vektoren oder Wesenheiten in uns, die jeweils versuchen, es unter ihre Ägide zu ziehen, nämlich

Seelen-Ich

zweitens des Seelen-Selbstes, Gefühls- oder Seelen-Wesens, der niederen oder unteren Mensch-Seele oder des mittleren Selbstes unserer Persönlichkeit:

das ist in gewissem Sinn das Ego unserer Seele, unseres Seelenlebens, wie es unserem Körper seinen Stempel aufdrückt - das aus seinen Erfahrungen mit seinen Systemen lernt, sie auszuwerten und umzusetzen versucht...

mit all seiner Seelen-Kraft; all seiner Seelen-Liebe; all seiner Seelen-Sehnsucht; all seinem Seelen-Verlangen, wie oben ausgedrückt:

"alles wissen zu wollen, alles fühlen zu wollen, alles können zu wollen, alles tun zu wollen und alles sein und haben zu wollen";

Geist-Ich

drittens des Geist-Selbstes, Geist-Wesens, der Geistseele oder höheren Mensch-Seele, höheren Selbstes unserer Persönlichkeit:

das ist in gewissem Sinn das Ego unseres Geistes, unseres Geistlebens - das aus seinen Erfahrungen mit seinen Systemen lernt, sie auszuwerten und umzusetzen versucht...

 

Verlangen nach dem Guten, Wahren und Schönen

mit all seiner Geistes-Kraft; all seiner Geistes-Liebe; all seiner Geistes-Sehnsucht; all seinem Geistes-Verlangen nach dem Guten, Wahren und Schönen (die drei Grundkategorien der Philosophie - und aus der Sicht der Inneren Wissenschaften die Inkarnation / Manifestation o.ä. der ersten drei 'Strahlen Gottes');

Licht-Ich

viertens des Licht-Wesens, der Licht-Seele oder des Licht-Selbstes unserer Persönlichkeit: des sogenannten inneren Menschen ("2. Korinther-Brief" 4, 16) oder Licht-Ichs, des bei den meisten Menschen noch schlafenden 'Gottes in Windeln' (Mikhaïl Naimy, "Das Buch des Mirdad"), des Göttlichen Lichtkindes im Menschen, das erst noch zum 'Inneren Lichtbewohner', zur neuen Lichtpersönlichkeit, zum neuen Körper-Seele-Geist-System heranwachsen und die Führung in uns übernehmen soll:

das ist dann in gewissem Sinn das wahre Ego des menschlichen Systems oder Energiefeldes, des wahren spirituellen Lebens, aus dem unser Geist ausfließt, Vater-Mutter unseres Geistes - das aus seinen Erfahrungen mit seinen Systemen lernt, sie auszuwerten und umzusetzen versucht...

mit all seiner Licht-Kraft; all seiner Licht-Liebe; all seiner Licht-Sehnsucht; all seinem Lebens-Verlangen.

der Atomreaktor in unserem Herzzentrum, "das Unbekannte, Ungewusste, doch Gewisse, schwer Genannte"[1], der unser Sein über die Zeiten hinweg speist, die raison d'etre unserer Existenz.

Es ist hierin eine Erinnerung verborgen an eine Seinsweise außerhalb und vor der Entstehung des Kosmos, die aufblitzt in Momenten, da wir durch Distanzierung von unserer inneren Not beginnen, 'nach den Sternen zu greifen': innerlich auf eine bestimmte Weise 'sterben, um leben zu lernen', wie die Wissendern sagen, auf dem Weg zum 'Übermenschen' oder 'wahren / eigentlichen Menschen', zur Transzendierung dieses Kosmos.

Unsere so dargestellte dreifache Persönlichkeit aus niederem, mittlerem und höherem Selbst fungiert lediglich als Ersatz-Persönlichkeit für diese ursprüngliche Licht-Persönlichkeit und wird überflüssig, wenn die Bestimmung erfüllt ist...

Schatten- oder Dämonen-Ich

Fünftens des Schatten-Wesens, der Schatten-Seele oder des Dämonen-Selbstes unserer Persönlichkeit, des 'Räuberischen Mitbewohners' (Hermes Trismegistos):

das ist in gewissem Sinn das Ego unserer Schatten, der dämonischen Aspeke / Wirkungen unseres Lebens / Schicksals / Dharmas ( = buddhistisch: Bewegungsraumes unseres Seins von Anfang an), aus dem unsere Dämonen ausfließen, Vater-Mutter unserer Dämonen - das aus seinen Erfahrungen mit seinen Systemen lernt, sie auszuwerten und umzusetzen versucht...

so wie das Licht-Ich in uns als Emanation, (An-)Teil, Ausdrucksinstrument oder Organ des Lichts der Welten (Christus) auch Christus-Ich genannt wird, ist unser Schatten- oder Dämonen-Ich als Emanation, (An-)Teil, Ausdrucksinstrument oder Organ des Welten-Dämons, der SATAN IN UNS.

Das altbekannte Geheimnis dieses Welten-Dämons besteht darin, dass und wie 'er' / 'sie' als degeneratives Entwicklungs-Produkt der GOTTES-MASCHINE ( = des SEINS oder der Schöpfung) sich in MUTTER NATUR und ihren Geschöpfen ausdrückt und als notleidender Hungergeist diese mit der Vibration der Göttin der Gier infiziert und imprägniert hat -

die sich auf unsere natürlichen körperlichen, seelischen und geistigen legitimen Bedürfnisse, Zwecke, Ziele, Ideale setzt in jedem Moment, wo uns etwas wichtig ist oder wo wir etwas wichtig nehmen; von ganz bestimmten inneren oder äußeren Tätigkeiten  (Gedanken, Mechanismen, Handlungen - Suchtverhalten / Verhaltenssüchten) nicht lassen können;

dieses unser Dämonen-Ich wird gespeist und genährt aus all den inneren seelischen Vorgängen (Gedanken, Gefühlen etc.) und Tathandlungen, die aus dem Wichtignehmen oder Zwangshandlungen aller Art kommen.

Das Geheimnis der 'Göttin der Gier': in jedem Moment, wo uns etwas 'wichtig' ist oder wo wir etwas 'wichtig nehmen'...
Die letzthinnige Ursache des Kraftmangels in unserem inneren Kampf

Es ist die letzthinnige Ursache des Kraftmangels in unserem inneren Kampf und das eigentliche Problem, das gelöst werden muss, um alle anderen Probleme wirklich und optimal lösen zu können.

Der Schlüssel dazu ist die 'Rückkehr zur Natur' im Sinne der oben angeführten Jesus-Worte, indem wir wieder lernen, zu leben wie die 'Lilien im Felde', sich nicht um das Morgen zu sorgen, wie Kinder, da sie noch in Unschuld sind...

 

 

Deswegen hat die neue Gnosis allem 'Studium' die AGAPE Bewusstseinsschule vorgeschaltet, in der wir dieses lernen, den Brustraum ('Herz') als Zentrum unseres Wahrnehmens und Denkens zu benutzen und 'Kopf, Herz und Bauch' miteinander zu versöhnen (siehe Button "Wage zu fühlen" und www.agape-bewusstseinsschule.de).  

 

Begründer und Entwickler dieser "P-2000-Arbeit" ist Dr. Martin W. Spiegel, *1952, siehe www.dr-martin-spiegel.de, der mit seinem Team von ausgebildeten P-2000-Trainern diese Arbeiten anbietet:

 

Einzelsitzungen telefonisch (ca. 45 Minuten)

Mit Dr. Spiegel persönlich: 100,- € (Agape-Mitglieder 90,- €).

Mit einem ausgebildeten P-2000-Trainer: 60,- € (Agape-Mitglieder 50,- €).

Für Mitglieder der Kirche des Lichts Freikirche e.V. im Mitgliedsbeitrag inbegriffen.

Villa Agape . Kapellenweg 16

79294 Sölden bei Freiburg

( 0761/88866645 . 6 0761/88866646

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Web: www.agape-bewusstseinsschule .de

 

 

 

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Klicken Sie auch:  AGAPE-Bewusstseinschule


[1] Kampf ums Leben, englisch, als Kennzeichen aller Existenz; Charles Darwin zugeschrieben

[2] aus dem Gedicht "Amata" ( = Das Todlose) des deutschen Buddhisten Tao Chün (Martin Steinke), 1936:

"Weil es das gibt, was dir manchmal ahnt, / Weil es das gibt, was dich manchmal mahnt, /Das Unbekannte, Ungewusste, doch Gewisse, schwer Genannte; / Weil es das gibt, dass Täuschung, Begehren, / ungestilltes Sich-ständig-Verzehren / schwindet; / Dass das Sehnen die Lebenskraft nicht mehr bindet, / Kein Schleier die Klarheit des Wachseins verhüllt / Und Güte den Blick dir weitet: / So kannst du zum Tatenreigen schweigen, / Verstehen, wirken, stark sein und - / schweigen..."