schoepfung"Die Welt ist eine Brücke,
baue dir kein Haus darauf!"

Apokryphes Jesus-Wort

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 These: Die Welt ist nicht von Gott geschaffen.

Ja. Gott als der alte Mann mit Bart, der mit seinem Machtwort vor ein paar tausend Jahren die Welten ins Leben ruft, existiert – als eine esoterische Wesenheit, die von der Vorstellungskraft von Unzähligen in der Gedankenwelt erschaffen wurde.

Aber: Die Welt ist schön, herrlich und göttlich insofern, als der Stoff, aus dem sie gebildet ist, die 'Atome', nicht nur in sich selbst eigenständige, lebendige Wesenheiten sind – "jedes Atom ist ein Engel" (Helena Blavatsky) -, sondern dadurch Ausdruck eines Sammelwesens ist, das man Gott (oder) das Sein nennen kann.

Das ist das Problem, dass die Menschen, die so genannte heilige Schriften wortwörtlich nehmen, noch nicht gelehrt bekommen haben, dass Worte nicht eindeutig festgelegt werden können, sondern dass man durch sie hindurch und zwischen den Zeilen lesen und verstehen kann; ja sogar, dass man durch Gesprochenes und Geschriebenes hindurch sich einfädeln kann in das Bewusstsein des Sprechenden und Schreibenden, um zu fühlen, was er / sie ausdrücken wollte. Der Gott z.B. in der Bibel, der die Welt erschafft, steht dort in der Mehrzahl (die Elohim).

Den allerallgemeinsten und daurch treffendsten Ausdruck, um alles, was ist, zu bezeichnen, finden wir bei zum Beispiel bei Hegel: das Sein. Wir brauchen uns nur noch dazu zu denken, dass es nichts gibt, was nicht eine Wesenheit wäre mit Leben und Bewusstsein, sonst gäbe es es nicht, und wir finden die Welt als Gott oder die Welt als 'Körper Gottes' (Pantheismus).

These: Die Welt ist vom Teufel geschaffen.

Ein Körper aber kann krank sein. Für viele sogenannte Wissende (Gnostiker) ist der Teufel ein gefallener Gott, der die Menschen aus dem Himmel mit sich gerissen hat und sie in der Welt in Körpern eingesperrt hat, damit sie nicht zurückkehren können. Auch er ist ein Sammelwesen, eine Hierarchie der Finsternis, die so einen Körper bildet, wie man in der Bibel vom Körper Christi gesprochen hat.

Wir stellen die Frage: Wärest du Gott, würdest du so ein Lebensfeld schaffen, in dem die Kreaturen, eine schrecklicher als die andere, sich gegenseitig auffressen, um leben zu können? Dieses Prinzip, das das ganze Universum durchzieht – "sogar Sterne fressen einander auf" (Blavatsky) -, wird teuflisch genannt. Wie kann dann ein guter Gott die Welt erschaffen haben?

In diesem Sinne der 'Wissenden' sind die Tiere im Gegensatz zum Menschen bloß sichtbare Dämonen – wobei es 'gute und schlechte Dämonen' gibt -, weil nur der Mensch einen göttlichen Mikrochip in sich trägt (Lichtfunkenatom o.ä.), während Dämonen nichts anderes sind als unsichtbare Tiere.

"Aber die Welt ist doch (auch) so schön!" Das stimmt, sagt Arthur Schopenhauer. Aber eines ist, sie anzuschauen, ein anderes, sie zu sein. "Gottes Werk und Teufels Beitrag?"

These: Christus hat die Welt geschaffen.

Was viele nicht wissen: in der Bibel steht wortwörtlich, Christus habe die Welt und die sie erschaffenden Gottheiten erschaffen. Damit ist natürlich nicht Jesus im engeren Sinne gemeint, sondern wieder ein 'Sammelwesen' ("Christus-Hierarchie" oder "Körper Christi"), das durch Jesus hindurchgewirkt hat.

Für unseren Vater und Lehrer Mani (3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung), der sich "Apostel Jesu Christi" nannte, aber auch "Buddha des Lichts" genannt wurde – die Religionswissenschaftler nennen ihn den "Vollender der Gnosis" -, ist diese Hierarchie des Lichts einfach das, was aus Gott (oder) dem Sein hervorgerufen wurde zur Selbstheilung des Seins.

Alles ist ein sich selber heilendes System. Das, was wir Welt nennen, wurde geschaffen als Quarantänestation, eine Notordnung, die wieder aufgelöst wird, wenn sie wieder zu Licht geworden ist.

 

"Ist denn so groß das Geheimnis, was Gott und die Welt und der Mensch sei?

Nein. Doch niemand hört's gerne, da bleibt es geheim."

Johann W. von Goethe, Epigramme 65

 

(Bitte hier klicken, ausdruckbare PDF: "Gnosis - das letzte Geheimnis")

 

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