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bild3"Wolle, was du tust!"

R.C.L.

 

"Nichts wollen müssend
alles alles wollen lassen."

R.C.L.

 

Das 'TANTRA'-Prinzip:
"Der Weg über etwas hinaus
führt nicht darum herum,
sondern durch es hindurch."

R.C.L.

 

 

 

These: Ein Mensch kann niemals wirklich frei sein.

Ja. Selbst wenn ich im Außen niemanden über mir hätte und könnte ohne Not all meine Bedürfnisse befriedigen, wäre ich immer noch Teil eines Clusters, über den Einflüsse in mich hineinfließen: der 'Weltgeist', mein Familienfeld, 'meine früheren Leben'…

Man könnte sagen: solange ich in einem weltlichen menschlichen Säugetierkörper lebe, bin ich den Zwängen dieses Lebensfeldes unterworfen. Ich bin nur dann frei, wenn es mich nicht mehr gibt.

So trägt jeder Mensch tief in seinem Herzen die Sehnsucht, als Tropfen aus dem 'göttlichen Urozean' wieder aufzugehen in diesem Meer; als Funke des einen göttlichen Urfeuers wieder teilzuhaben an dessen Leben und keine davon getrennte Existenz mehr führen zu müssen.

Man könnte aber auch sagen: Freiheit ist eine Funktion des Bewusstseins. Wenn ich die Dinge anders bewerte und in allen Stürmen stets im Auge des Hurricanes bleibe, kann mich nichts mehr im bindenden Sinne affizieren.

"Ist vielleicht nur die Welt ein großer Kerker? Und frei ist /

Wohl der Tolle, der sich Ketten zu Kränzen erkiest."

Goethe, "Weissagungen des Bakis" 13

 

These: "Ich möchte ein hohles Bambusrohr sein, auf dem der göttliche Wind sein Lied spielt".

Diese Sehnsucht tragen tatsächlich viele Menschen in sich! Man schlägt sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe: einerseits existiert man nicht mehr als jemand, der irgendeiner Sache bedarf, zum Beispiel Freiheit, Glück, Liebe etc; gleichzeitig erfüllt man aber eine sinnvolle Funktion, hat einen Lebenssinn und kann glücklich werden, andere glücklich zu machen.

 

These: Das ganze Leben als Opfer betrachten.

Tatsächlich können wir fühlen lernen, dass unser ganzes Sein darin besteht, permanent unserem Körper zu dienen, unserer Seele zu dienen und unserem Geist zu dienen; das heißt, unser Dienst besteht darin, die körperlichen, seelischen und geistigen Bedürfnisse unseres 'Systems' zu befriedigen.

Aber indem wir unserem Sein dienen: dem, dass wir existieren, dienen wir dem Allen; stehen wir im Dienst am Sein des Ganzen, an der Selbstheilung Gottes (oder) des Seins.

Das ist der Weg, auf dem Mensch gottgleich wird:

denn das ist das Wesen alles wahrhaft Göttlichen, in einem unablässigen Opferstrom zu stehen – und tatsächlich finden wir auch das in der Natur widergespiegelt!

Je besser wir das fühlen können, um so weniger können wir sprechen: "Ich muss", und um so mehr können wir sprechen: "Ich will".

Das ist das Geheimnis wahrer Freiheit: "Wolle, was du tust!"

(Bitte hier klicken, ausdruckbare PDF: "Die Wahrheit über die Seele"))

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